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Kirche plant einen Treff für Nordost

Der Stadtteil Nordost war das größte Bauprojekt Schwarzenbeks in der Nachkriegszeit. In dem Quartier wohnen knapp 2300 Menschen. Aber eines fehlt den Menschen: ein Platz, an dem sie sich treffen können und ein Ort für Veranstaltungen. Das will die evangelische Kirchengemeinde ändern.
Familienzentrum
Foto: Huhndorf
Pastor Andreas Schöer und Kita-Leiterin Christina Bethien zeigen die Pläne für das deutlich größere Kirchenzentrum mit Veranstaltungssaal und Bühne.
„Wir haben schon ganz viele generationenübergreifende Angebote im Kirchenzentrum St. Elisabeth, aber es fehlt einfach Platz“, sagt Kita-Leiterin Christina Bethien. Deshalb wurde bereits vor vier Jahren die Idee geboren, am Verbrüderungsring ein Familienzentrum zu schaffen, in dem auch Gruppen und Vereine aus dem Quartier oder den angrenzenden Bereichen um den Mühlenkamp die Möglichkeit haben, sich zu treffen und Veranstaltungen zu organisieren. „Kantor Markus Götze studiert hier beispielsweise Musicals mit den Kindern ein, aufgeführt werden sie dann aber in der St. Franziskus-Kirche, weil wir hier keinen geeigneten Saal haben“, sagt Schöer.
Auch für Schnupperkurse vom TSV oder gemeinsame Projekte von Kita und Grundschule Nordost fehlt Platz. Deshalb soll das Kirchenzentrum schrittweise ausgebaut und um insgesamt 1000 Quadratmeter Nutzfläche erweitert werden. Ein entsprechendes Konzept hat der Kirchenvorstand den Politikern bereits im Haupt- und Planungsausschuss hinter verschlossenen Türen vorgestellt. „Die Resonanz war positiv. Alle sind sich einige, dass ein Familienzentrum in diesem Bereich gut für die Stadt ist. Im kommenden Jahr wollen wir ausloten, wo es Zuschüsse für das Vorhaben gibt“, so Schöer. Es könnte aber auch schon ein Umbau des Bereichs, in dem Pastorat Küsterwohnung und Familienbildungsstätte sind, beginnen. Mit einem Förderprojekt der nordelbischen Kirche soll dieser Komplex wärmegedämmt und umgebaut werden. Die Küsterin will ausziehen, sodass dort weiterer Platz für Krippenkinder und Hortgruppe entsteht. Somit würde schnell der Gemeinderaum der Kirche als Treffpunkt zur Verfügung stehen.
Der „große Wurf“ soll aber neben diversen Anbauten an Gemeindesaal und auf dem Bereich des Spielplatzes ein Veranstaltungsraum auf dem Vorhof der Kita sein. Dieser Trakt würde die drei bislang getrennt stehenden Gebäudetrakte des Kirchenzentrums miteinander verbinden und einen Festsaal mit Bühne beinhalten, der gut 112 Quadratmeter groß werden soll. Schöer rechnet mit einem Bauzeitraum von zehn Jahren.
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