Familienzentrum
Kirche plant einen Treff für Nordost
Freitag, 2. Dezember 2011 19:13
- Von Stefan Huhndorf
Der Stadtteil Nordost war das größte Bauprojekt Schwarzenbeks in der Nachkriegszeit. In dem Quartier wohnen knapp 2300 Menschen. Aber eines fehlt den Menschen: ein Platz, an dem sie sich treffen können und ein Ort für Veranstaltungen. Das will die evangelische Kirchengemeinde ändern.

Foto: Huhndorf
Pastor Andreas Schöer und Kita-Leiterin Christina Bethien zeigen die Pläne für das deutlich größere Kirchenzentrum mit Veranstaltungssaal und Bühne.
„Wir haben schon ganz viele generationenübergreifende Angebote im
Kirchenzentrum St. Elisabeth, aber es fehlt einfach Platz“, sagt
Kita-Leiterin Christina Bethien. Deshalb wurde bereits vor vier Jahren die
Idee geboren, am Verbrüderungsring ein Familienzentrum zu schaffen, in dem
auch Gruppen und Vereine aus dem Quartier oder den angrenzenden Bereichen um
den Mühlenkamp die Möglichkeit haben, sich zu treffen und Veranstaltungen zu
organisieren. „Kantor Markus Götze studiert hier beispielsweise Musicals mit
den Kindern ein, aufgeführt werden sie dann aber in der St.
Franziskus-Kirche, weil wir hier keinen geeigneten Saal haben“, sagt Schöer.
Auch für Schnupperkurse vom TSV oder gemeinsame Projekte von Kita und
Grundschule Nordost fehlt Platz. Deshalb soll das Kirchenzentrum
schrittweise ausgebaut und um insgesamt 1000 Quadratmeter Nutzfläche
erweitert werden. Ein entsprechendes Konzept hat der Kirchenvorstand den
Politikern bereits im Haupt- und Planungsausschuss hinter verschlossenen
Türen vorgestellt. „Die Resonanz war positiv. Alle sind sich einige, dass
ein Familienzentrum in diesem Bereich gut für die Stadt ist. Im kommenden
Jahr wollen wir ausloten, wo es Zuschüsse für das Vorhaben gibt“, so Schöer.
Es könnte aber auch schon ein Umbau des Bereichs, in dem Pastorat
Küsterwohnung und Familienbildungsstätte sind, beginnen. Mit einem
Förderprojekt der nordelbischen Kirche soll dieser Komplex wärmegedämmt und
umgebaut werden. Die Küsterin will ausziehen, sodass dort weiterer Platz für
Krippenkinder und Hortgruppe entsteht. Somit würde schnell der Gemeinderaum
der Kirche als Treffpunkt zur Verfügung stehen.
Der „große Wurf“ soll aber neben diversen Anbauten an Gemeindesaal und auf dem
Bereich des Spielplatzes ein Veranstaltungsraum auf dem Vorhof der Kita
sein. Dieser Trakt würde die drei bislang getrennt stehenden Gebäudetrakte
des Kirchenzentrums miteinander verbinden und einen Festsaal mit Bühne
beinhalten, der gut 112 Quadratmeter groß werden soll. Schöer rechnet mit
einem Bauzeitraum von zehn Jahren.
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