Kinderbetreuung
Fünfte Kita: ASB macht das Rennen
Freitag, 11. November 2011 20:47
- Von Stefan Huhndorf
Schwarzenbek. Die Vielfalt der Anbieter wird wohl nicht wachsen, dafür bekommt die Stadt 80 weitere Plätze in der Kinderbetreuung. Diesen Grundsatzbeschluss haben die Politiker im Sozial- und Kulturausschuss gefasst.

Foto: Marcus Jürgensen
Jetzt steht fest: Neben Grundschule und Jugendtreff zieht auch die neue Kita mit 890 Kindern in die Compeschule.
Nach den Wünschen des Gremiums soll der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Träger der fünften Kita werden. Das ist der Favorit der Mehrheit der Politiker. Die Montessori gGmbH steht auf Platz 2 der Prioritätenliste und hat nur eine Chance, wenn sie das Kostenkapitel für sich entscheidet. Verhandlungen mit den Trägern soll der Finanzausschuss führen.
Die freie evangelische Gemeinde, die eine Kita in ihrem Haus an der Hamburger Straße einrichten wollte, ist aus dem Rennen. Grund: Sie bräuchte einen Zuschuss für den Umbau in Höhe von 150.000 Euro. Die Politiker haben in ihrem Anforderungskatalog allerdings festgelegt, dass die künftigen Träger Investitionen für Umbau und die Einrichtung der Räume ohne städtisches Geld finanzieren sollen. Dazu waren ASB und Montessori bereit.
Fest steht indes der Standort. Die Politiker haben beschlossen, dass der ehemalige Trakt der Centa-Wulf-Schule in der Compeschule zur Kita umgebaut werden soll. Weitere Räume wird es nicht geben, da die Erst- bis Viertklässler der Grund- und Gemeinschaftsschule auch in Zukunft an der Breslauer Straße unterrichtet werden sollen und nicht in die ehemalige Realschule an der Berliner Straße umziehen.
Auch die Größe mit 20 Plätzen für Krippenkinder (bis drei Jahre), 40 Regelkindergartenplätzen (drei bis sechs Jahre) und 20 Hortplätzen (bis zehn Jahre) steht fest. Für diesen Bedarf gibt es Fördermittel bei den Personalkosten. Einen Anteil muss auch die Stadt zahlen. Deshalb sind für das kommende Jahr 85.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Das sollte reichen, da der ASB erst im Herbst mit dem Umbau fertig wäre, wie Alexander Frädrich, Leiter der ASB-Kita „Konfetti“, bei der Präsentation des Konzepts vor einer Woche sagte (wir berichteten).
Die Politiker hat überzeugt, dass der ASB bereits zwei Kitas in der Stadt betreibt und die Zusammenarbeit gut läuft. Da beide in unmittelbarer Nähe zur geplanten fünften Kita liegen, könnte es auch Synergie-Effekte und somit Kosteneinsparungen beim Personal geben. Hinzu kommt, dass der ASB den Eltern eine durchgehende Betreuung der Kinder von kurz nach der Geburt bis zum zehnten Lebensjahr anbieten kann.
In Schwarzenbek gibt es derzeit 613 Plätze für Hort-, Krippen- und Regelbetreuung in vier Kitas. Hinzu kommen 20 Plätze in Spielkreisen.
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