Betrugsvorwurf Bridge-WM: Husten oder Kartentrick?

Foto: Lena Diekmann

Schwarzenbek. Dr. Entscho Wladow und sein Partner sollen bei der Bridge-Weltmeisterschaft in Bali betrogen haben. Wladow weist die Vorwürfe zurück und will in der Schweiz Klage einreichen.

Es war die Krönung seiner Kartenspiel-Laufbahn: Bei der vom 16. bis 28. September 2013 auf Bali ausgerichteten Bridge-Weltmeisterschaft gewann Dr. Entscho Wladow, ehemaliger Frauenarzt in Schwarzenbek und Ehemann von Bürgermeister-Kandidatin Heike Wladow, mit dem deutschen Seniorenteam den Weltmeistertitel (wir berichteten).

Fünf Monate nach dem Endspiel ist er den Titel möglicherweise wieder los – und nicht nur das: Wladow und seinem Partner Dr. Michael Elinescu drohen eine lebenslange Sperre für Teamwettbewerbe und eine zehnjährige Sperre als Einzelspieler. Das hat zumindest eine Disziplinar-Kommission des Weltbridgeverbandes (WBF) beschlossen, die am 28. März in Dallas (USA) tagte. Beim Finalspiel gegen das Team USA II, das das deutsche Team mit 172 zu 161 für sich entschied, sollen sich Wladow und Elinescu durch husten verständigt haben.

Vorwürfe, die Wladow entschieden zurückweist. „Wir sind auf gröbste Art und Weise vorgeführt worden“, greift der 71-Jährige, der gemeinsam mit dem Deutschen Bridgeverband (DBV) Widerspruch eingelegt hat, den Weltverband an. Er zweifelt die Rechtmäßigkeit des Verfahrens an, das vor einem Schiedsgericht in den USA geführt wurde, obwohl auch der Einspruch vom US-Team kam. „Mein Ruf als Bridgespieler ist kaputt – da kann ich nichts mehr machen“, sagt der 71-Jährige, der dennoch vor einem Schweizer Gericht gegen das Urteil angehen will.

Mehr zu den Vorwürfen und zu dem laut Wladow „unfairen“ Verfahren lesen Sie in der Printausgabe der Bergedorfer Zeitung/Lauenburgische Landeszeitung vom Donnerstag, 3. April ePaper / Abo.