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40 Jahre und kein bisschen leise

Schwarzenbek. Am vorletzten Schultag vor den Herbstferien hatte die Grund- und Regionalschule Nordost zur offiziellen Feierstunde eingeladen: Vor 40 Jahren war die Schule als Ersatz für die einstigen Dorfschulen erbaut worden.
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Schwarzenbek: 40 Jahre Verbandschule Nordost
Foto: Marcus Jürgensen
Gut gelaunt beim Abschluss-Song: Rektorin Liane Meier (4. v.li.) könnte bald eine reine Grundschule leiten.
Wer Ansprachen und ein gediegenes Festprogramm erwartet hatte, sah sich getäuscht: Schulleiterin Liane Meier und ihr Kollegium hatten es weitestgehend den Schüler überlassen, den Abend zu gestalten. Selbst die Moderatoren, die gekonnt und humorvoll durch das Programm führten, kamen aus den Reihen der Schülerschaft.
Mit einem Line-Dance hatten die Schülerinnen der Klasse 6b das Festprogramm eröffnet. Es folgten Schülerchöre, Akrobatikvorführungen, eine „Sockenoper“ zur Melodie der Oper „Carmen“ sowie ein Musikquiz, bei dem Lehrer die Songs erraten mussten. Alles begleitet von der Schulband. Viel Applaus gab es auch für den Lehrer-Chor, der gemeinsam mit allen Akteuren nach gut 90 Minuten unterhaltsamen Bühnenprogramms den Sister-Slegde-Hit aus dem Jahr 1979 sang: „We are family“.
Die gute Laune von Lehrerkollegium und Schülern war keineswegs aufgesetzt, obwohl die Zukunft der Grund- und Regionalschule nicht rosig aussieht. Darauf hatte in seiner Festansprache Bürgermeister und Schulverbandsvorsteher Frank Ruppert hingewiesen: „Fehlten bei der Schulgründung noch Sportplatz und Turnhalle, so fehlen heute die Schüler.“ Pro Jahrgang hat das Kieler Bildungsministerium 45 Schüler als Mindestzahl für Regionalschulen vorgegeben: Im Jahr 2009 gab es jedoch nur 39 Fünftklässler, im vergangenen Jahr waren es 37 und in diesem Jahr 31 Schüler. Mit einer Sondergenehmigung läuft der Schulbetrieb derzeit weiter.
„Ich bin überzeugt, dass die Schule Nordost ihren pädagogischen Stellenwert im Kreis behalten wird“, machte hingegen Schulrätin Dagmar Lorenzen Mut. Am Nachmittag hatten Ruppert und Lorenzen gemeinsam mit Kommunalpolitkern und Schulleitern lange die Lage diskutiert. „Ergebnisoffen“, wie Lorenzen auf Nachfrage unserer Zeitung betonte. Angesichts der Verunsicherung bei Eltern und Lehrern wolle sie Spekulationen keinen Vorschub leisten.
Nach Informationen unserer Zeitung scheint jedoch die Auflösung der Regionalschule die wahrscheinlichste Lösung. Die Schüler aus dem Sekundarbereich würden dann an die Gemeinschaftsschule an der Berliner Straße wechseln. Mit dem Gymnasium und der Gemeinschaftsschule gebe es zwei weiterführende Schulen vor Ort sowie mit der Compeschule und der Verbandschule Nordost zwei Grundschulen, die künftig unter einer gemeinsamen Leitung zusammengefasst werden könnten.
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