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Klares Nein zu Parkgebühren in der Stadt

Schwarzenbek. Parken kostet in der Stadt kein Geld und dabei wird es auch bleiben. Trotz der leeren Kassen verzichten die Politiker auf Gebühren.
Auf den P+R-Parkplätzen am Bahnhof ist an Werktagen keine Stellfläche frei.
Foto: Stefan Huhndorf
Auf den P+R-Parkplätzen am Bahnhof ist an Werktagen keine Stellfläche frei.
Seit vielen Jahren sind die kostenfreien Parkplätze ein Pfund, mit dem Schwarzenbek wuchert. Dabei soll es auch bleiben. Das haben die Politiker in seltener Einigkeit am Donnerstagabend im Finanzausschuss beschlossen.
Hintergrund: Angesichts der desolaten Haushaltslage ist die Stadt auf sogenannte Fehlbedarfszuweisungen vom Land angewiesen. Dafür muss sie alle Einnahmequellen ausschöpfen. Da die Stadt keine Parkgebühren erhebt, bekommt sie jährlich etwa 10000 Euro weniger aus Kiel. Deshalb hatte die Verwaltung ein Stimmungsbild eingeholt, ob künftig Parkgebühren am Bahnhof erhoben werden sollen. „Das ist der einzige Bereich in der Stadt, wo viele Parkplätze so dicht beisammen liegen, dass ein Gebührensystem wirtschaftlich eingeführt werden kann“, sagte Petra Scheerer vom Ordnungsamt.
Diese Idee wollen die Politiker jedoch nicht weiterverfolgen. „Kostenfreie Parkplätze am Bahnhof sind ein Standortvorteil. Viele Menschen ziehen hierher, weil sie es mit dem Auto nicht weit zum Bahnhof haben und dann mit der Bahn nach Hamburg fahren. Da können wir nicht auf einmal Gebühren erheben“, sagte SPD-Fraktionschef Egon Siepert. „Das hat auch was mit Verlässlichkeit zu tun. Wir haben immer gesagt, dass Parken in Schwarzenbek nichts kostet“, fügte FWS-Fraktionschef Eberhard Schröder hinzu. „Diese Entscheidung hatte aber auch etwas mit Ökologie zu tun. Wir wollen schließlich, dass die Pendler vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Das erreichen wir nicht mit Parkgebühren“, so Schröder weiter. Und Parkgebühren in der Innenstadt gingen schon gar nicht. „Dann fährt auch noch der letzte Kunde in den Lupus-Park“, ergänzte der FWS-Mann.
Das war auch bereits im Vorfeld der Sitzung die Sorge von Andrea Reinhold, Vorsitzende der Wirtschaftlichen Vereinigung. Sie hatte sich vehement gegen Parkgebühren im Zentrum ausgesprochen.sh
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