Dienstag, 31. August 2010 18:20
- Von Kristina Vogt
Reinbek. Vom 16. bis 19. September wird das Schloss wieder bunte Kreaturen aller Formen und Größen beherbergen: Darunter sind gierige Raupen, gewiefte Halunken und liebenswerte Wölfe. Im Festsaal kann man sie kennenlernen, dort finden dann zum 24. Male die Puppentheatertage statt.
Foto: Lille Kartofler Figurentheater
Puppenspieler Matthias Kuchta schaut mit dem „Kaiser“ in den Spiegel.
Foto: Lille Kartofler Figurentheater
Der Schneider nimmt Maß für "des Kaisers neue Kleider".
Foto: Figurentheater Bremen
Das ist die kleine Raupe Nimmersatt, sie hat schon ein großes Loch in das Ei gefressen.
Foto: Figurenthearer Bremen
Die Maus nimmt die gefräßige Raupe in den Arm.
Foto: Figurentheater Bremen
Zum Schluß wird die kleine Raupe zum wunderschönen Schmetterling.
„Auch in diesem Jahr ist für jeden etwas dabei“, sagt Puppenspielerin und Organisatorin Dörte Kiehn (51) über die fünf Stücke. Für Jugendliche und Erwachsene steht „
Oskar und die Dame in Rosa“ auf dem Programm (17. September, 20 Uhr). Entsprechend Kiehns Erfahrung „besuchen inzwischen viele Eltern ohne ihren mittlerweile herangewachsenen Nachwuchs die Kindervorführungen, weil das Theater ihnen so gut gefällt.“
Foto: Theatrium Puppentheater
Das ist Oskar aus "Oskar und die Dame in Rosa"
„Die letzten Male hatten wir jährlich zwischen 500 bis 600 Gäste, auch 2010 sind wir auf diese Besucherzahlen eingestellt“, sagt Susann Pötter vom Schlossteam. Für
„Die kleine Raupe Nimmersatt“ vom
„Figurentheater Bremerhaven“ gebe es allerdings jetzt schon 70 Voranmeldungen. Kein Wunder, denn die Geschichte über den kulleräugigen Vielfraß, der zu einem wunderschönen Schmetterling heranwächst, ist inzwischen fast schon ein Klassiker. Von dem kleinen Gierschlund können sich Zuschauer am Freitagmorgen, 17. September, verzaubert lassen. „Sollte die Nachfrage steigen, können wir vielleicht einen zweiten Termin anbieten“, erklärt Kiehn, die nun seit schon fast einem Vierteljahrhundert die Kinderklassiker ins Reinbeker Schloss holt.
Foto: Theatrium Puppentheater
Oskar wird sehr schwer krank, bald muß er sterben.
Sie selbst wird in diesem Jahr keine Puppen tanzen lassen, aber ein buntes Programm ist es allemal: Mit dabei ist wieder das
„Lille Kartofler Figurentheater“ . Es macht mit dem Märchen
„Des Kaisers neue Kleider“ den Auftakt (16. September, 16 Uhr). „Mathias Kuchta spielt auf offener Bühne mit fast lebensgroßen Puppen.
Foto: Theatrium Puppentheater
Oma Rosa hilft Oskar, die letzten Tage seine Lebens ganz intensiv zu erleben.
Die anderen Spieler halten es da eher kleiner, zum Beispiel die
„Puppenspiele Dagmar Selje“ in der Inszenierung des preisgekrönten Kinderbuches
„Ein Schaf fürs Leben“ (19. September, 11 Uhr): „Dagmar Selje ist Puppenspielerin in zweiter Generation. Sie hat das Handwerk von ihrem Vater bei den „Bielfelder Puppenspielern“ erlernt“, sagt Kiehn über ihre Kollegin. In der herzzerbrechenden Geschichte über die ungleiche Freundschaft zwischen einem naiven Schaf und einem hungrigen Wolf könnt so mancher Zyniker seinen Glauben an das Gute im Menschen – beziehungsweise im Wolf – wiederfinden.
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Vorverkauf ab 2. September an der Theaterkasse Sachsenwaldforum unter Telefon (040)72736920. Kosten: Kinder fünf Euro, Erwachsenenaufführung zehn Euro.