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Neue Chance für die Büchereifiliale

Reinbek. Fast hätte es in der Stadtverordnetenversammlung Applaus für die Politik gegeben. Denn die hatte zur Freude von Schule und Eltern eine Wende vollzogen: Es gibt wieder eine Chance für den Erhalt der Büchereifiliale in Neuschönningstedt.
Ein Büchereiregal wie dieses könnte demnächst doch noch im Gebäude der Gertrud-Lege-Schule aufgestellt werden.
Foto: privat
Ein Büchereiregal wie dieses könnte demnächst doch noch im Gebäude der Gertrud-Lege-Schule aufgestellt werden.
Noch im Juni stand es schlecht um deren Zukunft. Der Kulturausschuss hatte beschlossen, dass der Kinderbuchbestand der jetzigen Bibliothekszweigstelle für eine reine Schülerbücherei verwendet wird. Aus Kostengründen sollte die Filiale auf dem Gelände der Gertrud-Lege-Schule geschlossen werden. Doch seit die Grundschule eingelenkt hat und nun zwei Räume zur Verfügung stellen kann, geht die Debatte nach eineinhalb Jahren zurück auf Start. Die beiden Fachausschüsse sollen im Oktober noch einmal über das Thema beraten.
Eingeläutet hatten die neue Runde die Verwaltung und die SPD. Bürgermeister Axel Bärendorf wollte den Beschluss des Fachausschusses korrigiert wissen, da dieser der Benutzerordnung der Stadtbibliothek widerspreche, die eine Zweigstelle vorsehe. Über die Satzungsänderung hätten die Stadtverordneten abstimmen müssen. Doch soweit kam es nicht die Verwaltung zog aufgrund des gewandelten Meinungsbildes im Ältestenrat die Vorlage zurück.
„Damit ist die Drohung, dass die Zweigstelle geschlossen wird, erst einmal vom Tisch“, sagte Tomas Unglaube (SPD). Über Monate habe die Diskussion daran gelitten, dass es unmöglich schien, in Neuschönningstedt geeignete Ersatzräume für den maroden Container zu finden. Vor dem Hintergrund, dass neue Räume gefunden wurden, mache es keinen Sinn, die Zweigstelle der Stadtbücherei einfach zu schließen, erklärte er.
Auch die kommissarische Schulleiterin Ingeborg Winkler hofft jetzt auf den Erhalt der Zweigstelle für Kinder und Jugendliche. Die neue Situation habe sich ergeben, da die Räume nicht mehr wie bisher als „Lerninseln“ für Mathematik und Deutsch benötigt werden. Außerdem habe sich die räumliche Situation durch die Sanierung und den Umbau verbessert. Die beiden Räume könnten jetzt durch einen separaten Eingang zum Kirchenstieg betreten werden. Die Bücherei würde nicht in der Schule verschwinden.
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