Schloss
Versteckte Schilder und ein Jubiläum
Donnerstag, 12. August 2010 19:48
- Von Anne Müller
Reinbek. Vor 25 Jahren „erwachte Dornröschen“ und seitdem ist das Schloss prägend für das Kulturleben in Reinbek. Dazu beigetragen haben die Mitglieder des Vereins der Schlossfreunde, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die schmucken Mauern des Renaissancebaus mit Leben zu erfüllen.
Am 31. Oktober jährt sich die Übergabe des Schlosses als Kulturzentrum für die Öffentlichkeit zum 25. Mal. 1985 wurde es nach einer Restaurierung, die 23 Millionen Mark verschlungen hatte, eröffnet. Das Jubiläum soll groß gefeiert werden. Der Kreis Stormarn und die Stadt Reinbek, die das Schloss 1972 für Null Mark und einen Grundstückspreis von 250.000 Euro von Hamburg erworben hatten, bereiten die Feierstunde gemeinsam vor. Der Kultusminister des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Ekkehard Klug, hat bereits zugesagt. Die Festansprache wird der ehemalige Hamburger Kultursenator Prof. Wolfgang Tarnowski halten. Das Geburtstaggeschenk der Schlossfreunde wurde am Donnerstag noch zur Geheimsache erklärt. Der Vorsitzende Helmut Busch verriet nur soviel: „Für unser bisher größtes Projekt sammeln einige der bedeutendsten Unternehmen der Region Spenden. Es wird sich um die Kopie eines Einrichtungselementes handeln, das nachweislich im Schloss über Jahrhunderte vorhanden war.“ Während die Überraschung hinter den Kulissen vorbereitet wird, „packte“ der Vorstand zu anderen Themen aus:
Schilder an der Autobahn
Die Baustelle ist seit November weg, aber das braune Schloss-Hinweisschild an der Autobahn 24 Richtung Berlin ist noch nicht wieder aufgetaucht. Die ganze Saison seien jetzt bereits Touristen an Reinbeks Attraktion ohne Abstecher vorbeigerauscht, ärgern sich die Schlossfreunde. Der Verein hatte die beiden Schilder 2006 mit 3000 Euro bezuschusst, um auf Reinbeks Schmuckstück aufmerksam zu machen. Vorstandsmitglied Günter Roth machte sich persönlich auf die Suche nach dem verschollenen Schild und fand es unter einem Stapel anderer in der Autobahnstraßenmeisterei Grande. Im vergangenen Jahr wurde es wegen der Erneuerung und Verbreiterung der A 24 abgebaut und hier zwischengelagert. Etwa seit November ist der Ausbau fertig. „Ich habe die Stadt bereits angeschrieben, dass sie es abholen möchte“, sagt Britta Zimmer, Leiterin der Autobahnstraßenmeisterei.
Konzerte, Reisen…
Wer am Sonntag, 12. September, an der beliebten Konzerreihe „Heiteres beim Wein“ Perlen der Salonmusik mit den „Hamburger Stadtmusikatzen“ teilnehmen und dazu einen edlen Tropen und Köstlichkeiten aus dem Schlossrestaurant genießen möchte, sollte sich beeilen. Die Karten (16 Euro) sind schnell vergriffen und können nur an der Schlosskasse, Schloßstraße 5, (Mittwoch bis Sonnabend 10 bis 17 Uhr) direkt erworben werden.
Auch für die Exkursion unter der Leitung von Jörg Talanov sind nur noch wenige Plätze frei. Am 28./29. August geht es in die Elbregion. In zwei Tagen werden unter anderem das Wörlitz-Dessauer Gartenreich und Wittenberg erkundet. Kosten 260 Euro. Nicht zuletzt sind wieder historische Garten-Spaziergänge im Programm. Dieses Jahr geht es vom Altonaer Balkon zum Donners Park: Die beiden Führungen sind ausgebucht. Bei großer Nachfrage wird im 19. September eine dritte angeboten. Infos: (040) 7204664.
Vandalismus
Zum dritten Mal wurde die Texttafel am renovierten Grabstein des ehemaligen Schlossamtmanns Andreas August von Hobe mutwillig zerstört. Die Schlossfreunde finanzierten jetzt eine neue Edelstahlplatte.
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