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Schmetterlingstorte zum Jubiläum

Friedrichsruh. Elisabeth Fürstin von Bismarck strahlte am Donnerstag bei der Jubiläumsfeier des Gartens der Schmetterlinge mit ihren zarten Stars um die Wette.
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Elisabeth Fürstin von Bismarck mit einem Schmetterling.
Foto: Susanne Holz
Elisabeth Fürstin von Bismarck mit einem Schmetterling.
Sowohl die „Herrin der Falter“, als auch der imposante Morpho – ein Atlasfalter mit einer Flügelspannweite von 30 Zentimetern – zogen gleichermaßen die Blicke auf sich.
Seit 25 Jahren begeistert Elisabeth Fürstin von Bismarck ihre Gäste in Friedrichsruh mit 60 Arten tropischer Schmetterlinge, die zu Tausenden von März bis Oktober im 450 Quadratmeter großen Wintergarten leben. „Insgesamt hatten wir in den vergangenen Jahren an die zwei Millionen Besucher“, zog Elisabeth Fürstin von Bismarck vor vielen Festgästen Bilanz. Ihr besonderer Dank ging an die langjährige Geschäftsführerin Hildegard Roelcke, die seit 1990 am Erfolg des Natur-Projektes maßgeblich beteiligt ist.
Dass ihr Schmetterlingsgarten von Anfang an derart erfolgreich sein würde, hatte Elisabeth Fürstin von Bismarck selbst zunächst nicht gedacht. „Viele, denen ich von der Idee erzählt hatte, schüttelten skeptisch den Kopf“, erinnert sie sich. Mit ein paar Schmetterlingen, 26 Parkplätzen für Autos und zwei für Busse, sowie einem Minikiosk mit fünf Souvenirs startete 1985 in Friedrichsruh das Touristengeschäft. Selbst dem damaligen Bürgermeister wurde allerdings mulmig, als sich die Autokarawane an den ersten Tagen durch die gesamte Gemeinde zog. Im beschaulichen Friedrichsruh ging gar nichts mehr. Jeder wollte die Schmetterlinge sehen.
Vanessa, die Tochter des Hauses, saß zusammen mit der Tochter des heutigen Bürgermeisters Dieter Giese an der Kasse, andere Mitarbeiter mussten ob des Andrangs mehrmals täglich zur nächsten Tankstelle fahren, um Geld zu wechseln. „Wir waren abends fix und fertig. Nach ein paar Wochen hatte ich das Gefühl, selbst ein Schmetterling zu sein. Raupen haben mich bis in meine Träume verfolgt“, so von Bismarck. Ihr Schmetterlinsgarten war zur Pilgerstätte geworden, mittlerweile ist er in jedem Reiseführer über Hamburg als Attraktion ausgewiesen.
Dass die bunten Falter allerdings „die Kasse klingeln lassen“, sei nicht so. „Wirklich Profit haben wir damit nicht gemacht“, so die Fürstin.
Mittlerweile können ihre Gäste sich nicht nur im Schmetterlingsgarten entspannen, sondern auch im „Singenden Wassergarten“, im Schmetterlings-Stübchen oder im Duftgarten. Zu den Faltern gesellen sich noch Kamerunschafe und Chinchillas, die auch die Kinder begeistern, die im Rahmen des Kita-Projektes „Kinderlicht e.V.“ einmal im Monat in die Natur dürfen. Auch die eigenen Enkel sind vom Tierpark direkt vor der Haustür begeistert. Bevor sie am Donnerstag durch das Tropenhaus flitzten, ließen sie sich die riesige Geburtstagstorte schmecken. Die hatte Konditor Adolf Andersen mit Schmetterlingen aus Schokolade dekoriert. Naschen erlaubt...
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