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Für sie steht bei Gewalt das Opfer im Mittelpunkt

Reinbek. Sie hat als Seelsorgerin mit harten Jungs gearbeitet. Jenen Männern, die nicht umsonst jahrelang im Gefängnis sitzen. Rita Funke kennt die Täter, jetzt zählen für sie nur noch die Opfer von Gewalt und Kriminalität.
Rita Funke leitet ehrenamtlich die Außenstelle Stormarn des Weißen Rings. Dessen Unterstützung von Kriminalitätsopfern ist auch bei der Polizei hoch angesehen.
Foto: Susanne Holz
Rita Funke leitet ehrenamtlich die Außenstelle Stormarn des Weißen Rings. Dessen Unterstützung von Kriminalitätsopfern ist auch bei der Polizei hoch angesehen.
Am Freitag ist die 66-jährige Aumühlerin, die lange als Programmiererin arbeitete, offiziell vom Weißen Ring als Leiterin der Außenstelle Stormarn vorgestellt worden. „Eine gute Wahl“, wie der Landesvorsitzende Heinz-Werner Arens betonte.
Um die gute Zusammenarbeit mit Rita Funke und dem Verein für Kriminalitätsopfer zu unterstreichen, waren nicht nur Kreispräsidentin Christa Zeuke und Klaus-Peter Puls, Reinbeks stellvertretender Bürgervorsteher, sondern auch die Führungsspitze von Polizei und Kripo aus Ratzeburg, Bad Oldesloe, Reinbek und Glinde ins Amtsgericht gekommen. „Wir verfolgen die gleichen Ziele, sind an einer guten Zusammenarbeit sehr interessiert“, sagte Hans- Jürgen Köhnke, Leiter der Kriminalstelle Bad Oldesloe.
Dass der Weiße Ring, vor mehr als 30 Jahren von „Aktenzeichen XY“-Mann Eduard Zimmermann ins Leben gerufen, aus der Opferbetreuung nicht mehr wegzudenken ist, belegen allein die Zahlen aus dem vergangenen Jahr. Landesweit haben die 142 ehrenamtlichen Mitarbeiter in 17 Außenstellen in Schleswig-Holstein 1338 Kriminalitätsopfer betreut. Es sind Menschen, die einen Einbruch in ihre Wohnung erlebten, vergewaltigte Frauen, verprügelte oder missbrauchte Kinder, Mobbing- oder Raubopfer. Mit ähnlichen Schicksalen wird jetzt auch die vierfache Mutter Rita Funke zu tun haben, die seit Jahren als Schiedsfrau in ihrer Heimatgemeinde Aumühle arbeitet. Mit viel Einfühlung und Kraft möchte sie Gewaltopfern eine Perspektive in ihrer oft ausweglos erscheinenden Situation geben.
  • Wer Hilfe braucht, erreicht Rita Funke unter Telefon (0151) 55164625.
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