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Nachbarn protestieren gegen Schlagloch-Lärm

Reinbek. „TaTam, TaTam. . .“ Diesen Rhythmus bekommen die Anwohner der K80 zurzeit nicht mehr aus den Ohren. Etwa gegen 4 Uhr beginnt allmorgendlich das „Konzert“ der Lkw, die die hämmernden Geräusche auf der K80 verursachen.
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Foto: Andreas Geertz
20 Nachbarn haben sich zum Protest getroffen: Sie stellten sich am Sonntag an der K80 auf, um gegen den Dauerlärm zu protestieren.
„Mehr als 100 Schäden weist die Fahrbahndecke auf 300 Metern vom Waldweg bis zum Regenwasserrückhaltebecken auf“, hat Jörg Wischermann, Sprecher der Interessengemeinschaft (IG) Dornröschenweg gezählt. Einige seien verfüllt worden. Die Auffüllmasse rage jedoch aus dem Belag hervor, was wiederum beim Überfahren zu starken Geräuschen führe. Seit langem kämpfen die Bewohner der Märchensiedlung für Lärmschutz an der Kreisstraße. Der abziehende Frost hat auch ihren Protest wieder aufbrechen lassen.
Vom Dornröschenschlaf können die Bewohner der sonst idyllischen Siedlung nur träumen. Vor sieben Jahren zogen Sigrid und Gunnar Thomsen wegen der guten Nachbarschaft in die Märchensiedlung. Inzwischen haben sie den einen oder anderen Augenring davongetragen „Ab 4 Uhr kann ich nicht mehr tief schlafen“, sagt Gunnar Thomsen. Seit im nahen Gewerbegebiet ein EKZ eröffnet hat und der Anschluss zur A1 gebaut wurde, hat der Verkehr so stark zugenommen, dass ohne geschlossene Isolier-Fenster inzwischen gar nichts mehr geht, musste auch Reinhold Gründel feststellen, der bereits seit 1981 hier wohnt. Der Geräuschpegel habe sich seitdem durch Verkehrszunahme um ein Mehrfaches erhöht. Auch die jungen Bewohner, wie Lara Durchgraf, leiden bereits an Ermüdungserscheinungen durch nächtliche Ruhestörung.
„Wir wollen darauf hinweisen, dass die K 80, welche frühestens im Jahr 2013 (Auskunft Landesbetriebe Lübeck) saniert werden soll, sich in einem mehr als desolaten Zustand befindet“, so Wischermann. Ein Ausbessern der Schadstellen bringe mehr Lärmentwicklung durch Unebenheiten mit sich, nur eine neue Fahrbahndecke könne deshalb Abhilfe schaffen. „Der Kreis Stormarn und die Stadt haben sich bereits, mit dem Antrag einer Lärmschutzwand im Konjunkturpaket II als zuständig erklärt und müssen nun diese Lärmschutzsanierung umgehend umsetzen“, ist Wischermann sicher, der einen entsprechenden Antrag am Montag im Verkehrsausschuss des Kreises vorlegen will.
Die Lärmsanierung entspreche unter anderem den Ergebnissen des Lärmaktionsplanes, welchem die Reinbeker Politik seinerzeit einstimmig zugestimmt hat. Auch der Kreis Stormarn hat mit dem Antrag ins Konjunkturpaket II der Notwendigkeit einer Lärmschutzmaßnahme bereits zugestimmt, jedoch darauf verwiesen, nur bedingt für den Bau eines Lärmschutzes zuständig zu sein. „Anders jedoch sieht es bei einer Lärmschutzsanierung aus, welche durch den Straßenbaulastträger gänzlich zu tragen sei. Wir bitten den Kreis deshalb eine Prüfung des Abschnittes unter Beachtung eines nicht zunehmenden Lärmpegels zu veranlassen“, fordert Wischermann.
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