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Angst vor Personalabbau bei Hermal

Reinbek. Noch vor zwei Jahren sah es beim Arzneimittelhersteller Hermal gut für die Standortsicherung in Reinbek aus.
Bei Hermal an der Scholtzstraße fürchten die Beschäftigten um ihren Job.
Foto: Hermal
Bei Hermal an der Scholtzstraße fürchten die Beschäftigten um ihren Job.
Nachdem der britische Konzern Reckitt Benckiser seine Tochter Hermal damals für 376 Millionen Euro an Almirall verkauft hatte, sprach Standort-Manager Dr. Klaus Treudler sogar von einer Ausweitung der Produktion an der Scholtzstraße in Reinbek. Jetzt gibt es erste Hinweise, dass Produktionsbereiche bröckeln. Der Redaktion liegt ein Schreiben vor, nach dem 60 Arbeitsplätze gefährdet sein könnten. Noch immer zählt das Traditionsunternehmen mit 380 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern der Stadt.
Die Reinbeker Wurzeln des Familienunternehmens wurden jedoch in der Vergangenheit immer weiter gekappt. Nach einer neunjährigen Ära als Boots-Tochter trennte sich der britische Konzern 2006 an der Londoner Börse von der Arzneimittelsparte. BHI (mit Hermal) ging für zwei Milliarden Pfund an die Benckiser-Gruppe – in Deutschland bekannt durch die Marken Kukident oder Calgon. Nach dem Zwischenspiel beim Reinigungskonzern konzentrierte sich Hermal wieder ausschließlich auf die Kernkompetenz, anspruchsvolle dermatologische Arzneiprodukte. Seit zwei Jahren werden die Geschicke der Almirall-Tochter von Spanien aus gelenkt.
Direkt aus Barcelona kam am Donnerstag auch die Stellungnahme zu dem möglichen Stellenabbau: Der Konzern hält sich bedeckt, dementiert aber auch nicht. Auf die Frage, „gibt es Pläne, einzelne Produktionsbereiche und die Logistik zu verlagern?“, antwortet Almirall mit großem Interpretationsspielraum: „Der Standort Reinbek wird entsprechend den jeweiligen Anforderungen alle für den Betrieb erforderlichen Ressourcen bereitstellen.“ Zur Frage „Stimmt es, dass etwa 60 Mitarbeiter von einem Abzug der Lohnfertigung noch in diesem Jahr betroffen wären?“, könne der Pharmakonzern derzeit keine Aussage treffen.
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