17.08.09

Ausflugstipp

Mit dem Alsterschiff zum Jungfernstieg

Hamburg. In der Ferienzeit stellt unsere Zeitung täglich Geheimtipps und Ideen für Ausflüge vor. Diesmal: Eine Tour mit dem Alsterschiff zum Einkaufen in Hamburgs City.

Fotostrecke
Foto: Alexander Quint

Stefan Jensen ist Schiffsführer und Entertainer.

Foto: Alexander Quint

Die Gäste hören ihm zu,...

Foto: Alexander Quint

...Essen und Trinken während der sonnigen Tour.

Foto: Alexander Quint

Dieser Vogel ist die passierenden Schiffe gewohnt.

AUSFLUG_bild

Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön. Diese Strophe des Volksliedes scheint speziell für die Vierlandefahrt der Alstertouristik geschrieben worden zu sein. Zumindest wenn Stefan Jensen am Steuerrad steht. Eine idyllische Szene am Ufer der Dove-Elbe, Schafe und Pferde grasen auf den saftigen Wiesen. Schiffsführer Jensen durchbricht diese Ruhe kurz: "Auf Backbord sehen Sie nun einige Pulloverschweine, dort drüben können die Pferde in ihrer eigenen Badebucht zu Seepferdchen werden." Die Passagiere lachen, Jensen lächelt zufrieden.

Außer montags und dienstags geht es täglich um 14 Uhr vom Serrahn in Bergedorf auf Nieder- und Dove-Elbe bis hin zum Jungfernstieg. Jensen reißt aber nicht die kompletten drei Stunden lang nur Witze: "Unsere Kunden sind meist ältere, heimatverbundene Menschen, denen wir auf unserer Fahrt auch etwas Heimatkunde beibringen wollen", betont der 53-Jährige. "Das ist ein Traumjob. Für mich ist es eine Berufung, Historie verständlich weiterzugeben."

Gemächlich geht’s durch auf der Dove-Elbe durch die Vier- und Marschlände Richtung Hamburg.
Foto: Alexander Quint Gemächlich geht's durch auf der Dove-Elbe durch die Vier- und Marschlände Richtung Hamburg.

Ein Traum ist auch die Landschaft entlang der Route, die durch die Abwechslung zwischen der natürlichen Schönheit der Vierlande und dem spannenden Treiben im Hamburger Hafen und in der Stadt besticht. Jensens persönliches Highlight der Fahrt: "Wenn die Fahrgäste sich freuen." Der Schiffsführer achtet während der Fahrt darauf, ob die Menschen an Bord eher zuhören oder tratschen wollen, "je nachdem erzähle ich dann mehr oder weniger", sagt er. In den etwa drei Stunden, die die Fahrt dauert, kann er theoretisch eine Menge erzählen. Über den Sprit-Verbrauch von Rennbooten, die Bauzeit der Hafencity, die Funktionsweise der vier Schleusen, die das Boot passiert und vieles mehr. Für die 17,50 Euro bekommt man also eine Menge geboten. Schöne Landschaften, interessante Geschichten und eine gute Portion Humor – die Fahrt lohnt sich.

aqu
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