Personalien
Chefwechsel bei der Kripo
Dienstag, 30. Juni 2009 21:11
- Von Susanne Holz
Reinbek. Die Reinbeker Kriminalpolizei hat ab heute einen neuen Chef: Gestern hat der langjährige Erste Kriminalhauptkommissar Jürgen Alfke (50) sein Team nach sechs arbeitsreichen Jahren an seinen Nachfolger Joachim Böhm (47) übergeben. Alfke selbst wird Leiter der Kriminalpolizeiaußenstelle Geesthacht, die gestern ihren Leiter Lothar Funck (60) in den Ruhestand verabschiedete.

Foto: Susanne Holz
Jürgen Alfke, Erster Kriminalhauptkommissar, ist startklar. Ab heute ist der 51-Jährige Kripochef in Geesthacht. Sein Nachfolger Joachim Böhm (re.) tritt heute seinen Dienst in Reinbek an.
Jetzt freuen sich Alfke und Böhm auf neue Herausforderungen in vertrautem Umfeld. Denn beide kennen ihre neuen Dienststellen bereits seit langem. Jürgen Alfke, der seit 2003 von Reinbek aus dem Verbrechen auf der Spur war, hat in Geesthacht bereits kriminalistische Spuren hinterlassen. Joachim Böhm hingegen hat sich nach einer Zeit in Geesthacht bereits von 1990 bis 1998 in Reinbek bewährt. Nach einer Stippvisite in Ratzeburg (1998 bis 2000) war der 47-Jährige im Jahr 2000 Vertreter des Dienststellenleiters in Reinbek. Weitere Karriere machte er dann in Ahrensburg, ab Mai letzten Jahres als stellvertretender Dienststellenleiter in Geesthacht.
Neben den beruflichen Stationen teilen Alfke und Böhm noch weiteres: „Wir sind beide leidenschaftliche Motorradfahrer“, sagt Reinbeks neuer Kripochef, der sich in seiner Freizeit für Handball begeistert. Der Vater zweier Teenager, 17 und 19 Jahre alt, lebt in der Nähe von Geesthacht. Auch die Zusammenarbeit mit der Polizeistation Reinbek scheint unter einem guten Stern zu stehen. „Wir kennen uns bereits seit Mitte der 80er-Jahre“, sagt deren Leiter Thomas Specht.
Um die Sicherheit zu garantieren und dem Verbrechen keine Chance zu geben, wird es jetzt eine verzahnte Übergabe geben. „Wir werden uns beispielsweise gemeinsam um die geplanten Demonstrationen am Kernkraftwerk in Geesthacht am kommenden Wochenende kümmern“, sagt Jürgen Alfke. Wenn er die vergangen Jahre Revue passieren lässt, erinnert er sich besonders an einen Fall, der monatelang die gesamte Dienststelle auf Trab hielt und aufgeklärt werden konnte. Eine junge Frau war im vergangenen Jahr schwer misshandelt, vergewaltigt und anschließend im Reinbeker Gewerbegebiet ausgesetzt worden, konnte sich aber an nichts mehr erinnern. Der Kripo gelang es, den Täter ausfindig zu machen und ihm die Tat fast lückenlos nachzuweisen.
Joachim Böhm glänzte in den 1990er-Jahren in Lübeck als Leiter einer Ermittlungsgruppe mit dem Schwerpunkt bandenmäßige Kriminalität. 50 Taten konnten aufgeklärt, die Täter dingfest gemacht werden. Gute Aussichten für Reinbek.

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