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DRK wirbt Mitglieder an der Haustür

Reinbek. Die DRK-Mitglieder, die jetzt an den Haustüren Mitglieder werben wollen, stehen vor Schwierigkeiten. Denn manche Reinbeker sind verunsichert, trauen den Werbern nicht. Sie fürchten sich vor Abzocke an der Wohnungstür. DRK-Geschäftsführer Behrens nimmt die Sorgen ernst.
"Klinkenputzen"
Foto: Zentralbild
Haustürgeschäfte haben kein gutes Image. Viele befürchten, Opfer von Betrügern zu werden. Darunter leiden auch seriöse Vereine und Verbände, die nichts Böses im Schilde führen.
Vor Ekkehard Schmiechens Haustür geht es an vielen Tagen in der Woche rund. Nacheinander klingeln Heizungsableser, Mitarbeiter von Telekommunikationsfirmen, Scherenschleifer oder Teppichverkäufer. Jetzt haben sich auch noch Mitarbeiter es Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus Reinbek angemeldet, um die Arbeit des Ortsvereins vorzustellen. Der Reinbeker weiß schon jetzt: „Ich werde ihnen nicht aufmachen.“
Und das nicht, weil er das Engagement des DRK nicht schätzen würde. „Ich habe Hochachtung vor deren Arbeit und dem ehrenamtlichen Engagement“, betont er. Das Problem: „Selbst ein Ausweis sagt mir nicht, ob DRK-Mitarbeiter oder Betrüger vor der Haustür stehen. Einen Ausweis kann man doch heutzutage schnell fälschen.“
Immer wieder liest und hört der Senior, dass andere Menschen an der Haustür übers Ohr gehauen wurden. Der eine Haustürwerber suche im Wohnzimmer nach Wertsachen, während der andere sich in der Küche mit Tee bewirten lasse. Das soll den Schmiechens nicht passieren.
Stefan Behrens, Geschäftsführer des DRK-Ortsvereins Reinbek, nimmt den Hinweis von Ekkehard Schmiechen sehr ernst. Eine Alternative zur Information an der Haustür, die erstmals seit 20 Jahren in Reinbek wieder durchgeführt wird, sieht er dennoch nicht. „Vor 20 Jahren hatten wir in Reinbek noch tausend Mitglieder, jetzt sind es nur noch 300. Um unsere Arbeit weiter erfolgreich ausüben zu können, brauchen wir neue Mitglieder. Und die gewinnt man am besten im persönlichen Gespräch“, sagt er. „Null Reaktion“ habe es in den vergangenen Monaten und Jahren auf die Flyer gegeben, die in Briefkästen verteilt wurden. Andere Kreise hätten in derselben Zeit mit Mitgliederwerbung an der Haustür sehr gute Ergebnisse erzielt.
Rund 150 bis 200 neue Mitglieder hofft der DRK-Ortsverein in den kommenden zwei Wochen gewinnen zu können. Die vier Mitarbeiter, die von Haustür zu Haustür gehen, seien sehr genau eingewiesen worden. Sie dürfen auf keinen Fall aufdringlich sein oder Spenden annehmen, sagt Behrens. Um den Bedenken von Ekkehard Schmiechen Rechung zu tragen und das Sicherheitsgefühl der Reinbeker zu stärken, hat der DRK-Geschäftsführer die Namen der vier Mitglieder, die von Tür zu Tür gehen, jetzt an den Kreisverband weitergegeben. Wer unsicher ist, ob er einen DRK-Mitarbeiter oder einen unlauteren Trittbrettfahrer vor der Tür stehen hat, kann dort anrufen, Telefon (0?45?31) 178?10.
3 Kommentare
Genervter Bürger meint:
Sind das auch wirklich Mitarbeiter des Reinbeker DRK? Oder, wie so häufig, Mitarbeiter von externen Firmen (Drücker). Diese versprechen den Bürgern das Blaue vom Himmel, von der Auslandsrückholung bis zur Verbesserung des öffentlichen Rettungsdienstes, usw. Hauptsache der Bürger schließt eine Mitgliedschaft ab und die Provision fliesst.
Mike meint:
Wer wirklich Interesse hat sich über die Arbeit des DRK (national und International) zu informieren, kann das wirklich gut über die Seite des DRK-Generalsekretariat machen. www.drk.de
Wentorfer meint:
Welchen Vorteil hat ein DRK-Mitglied denn von seiner Mitgliedschaft? …… außer, daß es regelmäßig einen festen Betrag ans DRK spendet ……

Sorry, aber meines Erachtens ist das DRK ein kommerzieller Konzern, der sich zwar mit dem Deckmäntelchen der Gemeinnützigkeit und Wohltätigkeit zu tarnen versucht, sich in der Realität jedoch kaum von einem x-beliebigen Waschmittelkonzern unterscheidet.


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