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Büchereifiliale schließt am 31. Januar

Reinbek. Zum Monatsende schließt die Büchereifiliale. Der Bestand von rund 9500 Medien geht an die Stadtbibliothek Hamburger Straße. Die Schließung erfolgt aus Kostengründen.
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Bücherei
Foto: Müller
Cornelia Walther und Regina Stange (li.) stehen schon zwischen leeren Regalen, denn die Bücher aus der Zweigstelle ziehen mit ihnen nach Alt-Reinbek in die Zentrale.
Die ersten Regale sind geräumt. Kisten stapeln sich im Pavillon der Büchereifiliale an der Gertrud-Lege-Schule. Sechs Arbeitstage bleiben Cornelia Walther und Regine Stange, um den Rest der 9500 Medien zu verstauen. Gestern waren die Liebesromane an der Reihe. Sie werden in der Stadtbibliothek an der Hamburger Straße ausgepackt. Die Außenstellen-Mitarbeiterinnen ziehen bei laufendem Betrieb um, denn bis 31. Januar, 18 Uhr, können verbliebene Medien noch ausgeliehen werden. Dann schließt die Filiale. Nur die Kinderbücher bleiben in Neuschönningstedt .
Vor allem aus Kostengründen schließt die Stadt die 1965 in den Kellerräumen der Schule eröffnete Filiale. 1985 wurde der Pavillon eingeweiht. Es lohnte sich für die Stadt nicht, in die inzwischen maroden Container zu investieren. So beschlossen die Stadtverordneten im Dezember die Schließung. Vorausgegangen war eine zweijährige Debatte, die von Schließung bis Neubau pendelte.
„Es ist gut, dass die Mitarbeiter jetzt nicht mehr in der Schwebe sind und wir Planungssicherheit haben“, sagt Stadtbibliotheksleiter Mark Yeesune-Hlong erleichtert. Er ist optimistisch, dass die Zentrale an der Hamburger Straße die Schließung auffangen könne. Die Ausleihe habe sich in den vergangenen beiden Jahren von 158.000 auf 238.000 per anno gesteigert. „Diesen positiven Trend wollen wir fortsetzen“, sagte er und ist sicher, dass die wegfallenden 40.000 Ausleihen in Neuschönningstedt kompensiert werden können und sich die Ausleihe auf 235.000 einpendelt.
Auch Regine Stange hofft, dass ein Teil der 565 erwachsenen Leser mit den beiden nach Alt-Reinbek kommen. Cornelia Walther, die die Filiale leitete und ausgebildete Lehrerin ist, wechselt mit ihrer Kollegin in das Team der Stadtbibliothek, das sich damit 4,63 Stellen teilt und 3200 Leser betreut. Beide freuen sich auf die neue Herausforderung, es sei aber auch schwer, etwas Gewachsenes aufzugeben. „Für viele Neuschönningstedter war die Bücherei ein sozialer Treffpunkt. Manche Leser sind mit der Bücherei groß geworden“, so Stange.
Zumindest für die Kinder bleiben 3000 Bücher im Norden der Stadt. „Die Büchereizentrale hat zugestimmt, dass die Bücher an die Schule gehen“, sagt Amtsleiterin Magdalena Halle. Für die neue Schulbücherei werden zwei Räume umgebaut. Die Leseausweise für die 320 Grundschüler sind fertig. Schulleiter Christian Naterski hat im Dezember ein Bibliotheksprogramm angeschafft. Auch die Regale und die Kinder-Leseinsel ziehen bis zum 22. Februar um. „Ob wir dann auch schon mit der Ausleihe beginnen können, weiß ich noch nicht“, sagt Naterski. Das hänge davon ab, ob die Bücher bis dahin im neuen Programm erfasst sind. Nach Eröffnung werde die Ausleihe dann in den großen Pausen organisiert. Eltern haben ihre Hilfe zugesagt, und auch die Wohltorferin Phylisha Brand, die ihren Bundesfreiwilligendienst in der Schule leistet, möchte helfen. „Das System ist so einfach, dass auch Vierklässler den Handscanner bedienen können“, so Naterski.
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