Umweltschutz
Kleine "Müllmeister" wissen, wo ihr Abfall landet
Mittwoch, 23. September 2009 04:00
Wentorf (ilk). Donnerstags ist der Gelbe Sack an der Reihe, freitags wird der Restmüll abgeholt, und am Montag leert die Müllabfuhr die Papiertonnen - jedenfalls in Wentorf. Wie man den täglich anfallenden Müll richtig sortiert, wissen die drei bis sechs Jahre alten Besucher des evangelischen Kindergartens, Am Burgberg 2, schon genau.
Jetzt durften sie auch einmal eines der großen Müllfahrzeuge aus der Nähe betrachten.
Mussten früher die Müllmänner oder Entsorgungsbeauftragten sämtlichen Abfall per Hand auf den Wagen laden, hebt heute die Behälterschüttung die Tonnen nach oben und leert sie in den Laderaum. "Wir müssen nur noch die Tonnen an der Vorrichtung ein- und nach der Leerung wieder aushaken", erklärte Marco Wulf von der Firma Damm Container/Recycling, einem Unternehmen der Buhck-Gruppe, den Kindern.
Im nächsten Schritt aktiviert er vom Führerhaus aus das Presswerk. Ein riesiges Maul scheint den neu hinzugekommenen Müll nach oben zu ziehen, anschließend wird er zusammengedrückt, damit möglichst viel in den Laderaum passt. Wulf sagt: "Wir dürfen mit neun Tonnen Last fahren, das entspricht 120 000 Liter gepressten Mülls." Zum Vergleich: Ein Vier-Personen-Haushalt benötigt bei 14-täglicher Abfuhr etwa eine 120-Liter-Restmülltonne.
Im Rahmen des Projekts "Kita ökoplus" des Kirchenkreises Hamburg-Ost begann Kindergartenleiterin Annett Kalk mit ihrem Team vor zwei Jahren, den Kleinen ökologisches Handeln näher zu bringen. Seitdem achten sie nicht nur auf die Mülltrennung: Es wurden auch Sträucher auf das Außengelände gepflanzt, der Wasserdruck im Sanitärbereich und die Heizung sparsamer reguliert und die Eltern geben das Frühstück in Brotdosen mit.
