Gewalt
Betrunkene machen Polizisten Ärger
Dienstag, 31. August 2010 04:00
Geesthacht (knm). In Schleswig-Holstein ist bei Straftaten der gefährlichen und schweren Körperverletzung in knapp der Hälfte aller Fälle Alkohol im Spiel. Sowohl Tatverdächtige unter 21 Jahren als auch Erwachsene sind zum Tatzeitpunkt be- oder angetrunken.
Das bekommen auch Geesthachts Polizisten zu spüren. "Wenn junge Erwachsene zum Beispiel wegen Ruhestörung auffällig werden, haben sie oft getrunken", sagt Polizeihauptkommissar Jürgen Hellwig. Oft müssen Beamte auch im Suff ausgebrochene Streitigkeiten schlichten. Manchmal werden sie aber auch selbst Opfer von Aggressionen, wie ein 29-jähriger Schutzmann, der am Wochenende von einem 18-Jährigen geschlagen wurde.
Zuweilen sind Hellwig und seine Kollegen erstaunt, wenn sie einen Alco-Test machen. "Der Promille-Wert passt manchmal nicht zum Verhalten der Menschen, zum Beispiel, wenn der Wert über zwei liegt und sie sich trotzdem noch normal unterhalten können", sagt Hellwig. Das lasse vermuten, dass sie häufiger trinken.
Seite 17


Abo
Printarchiv
Leserbrief
Kontakt
RSS
Preisvergleich
Leserreisen
Versicherungscheck
Energievergleich
Immobiliensuche