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CCB: Bergedorfs höchste Treppe steht

Bergedorf. Manchem Besucher der Bergedorfer City stockte an diesem Wochenende der Atem: Rings um das Einkaufszentrum CCB waren Hammer, Schweißgeräte und die Rufe von Arbeitern zu hören. Automatisch machten sich die Augen der Passanten auf die Suche nach der scheinbar so nahmen Baustelle.
Fündig wurden sie in mehr als 50 Metern Höhe: Acht Monteure der Rostocker Firma BAU-Metall vollendeten das riesige neue Außentreppenhaus am CCB-Wohnturm.
"Ein einzigartiges Projekt, das mir manche schlaflose Nacht beschert hat", gibt Bauleiter und Firmenchef Thomas Handsche (62) zu. Tatsächlich ging es in schwindelerregender Höhe um Millimeter. Vorarbeiter Thomas Michael dirigierte jedes der zahllosen Einzelteile der Stahlträgerkonstruktion per Funk in die Mitte des schon zuvor errichteten Gerüstturms und weiter an seinen exakten Platz. Denn dem Fahrer des Telekrans auf dem Anlieferparkplatz des Einkaufszentrums verstellten die unteren CCB-Geschosse den Blick auf die Baustelle.
"Die Teamarbeit klappte reibungslos. Schon am Sonnabend haben wir das oberste Teil der Treppenhauskonstruktion montiert, sechs Meter oberhalb des CCB-Daches. So hoch reichten die drei Schornsteine, die in der Mitte der Treppe nach oben geführt werden", sagt Diplom-Ingenieur Thomas Handsche, dessen Team die Montage der tragenden Turmteile gestern Mittag abschließen konnte - einen halben Tag früher als geplant.
"Wir hatten an allen drei Wochenenden ganz großes Glück mit dem Wetter", sagt der Chef. "Der Wind blieb stets unter dem Maximalwert von neun Metern pro Sekunde, Regen zwang uns nur am vergangenen Freitag für zweieinhalb Stunden zum Pausieren und Gewitter gab es gar nicht." Allerdings war die Gewitterneigung für die Monteure manchmal buchstäblich spürbar: Das schwüle Wetter und die nahen Antennen auf dem CCB-Dach luden einige der am Telekran schwebenden Stahlträger elektrostatisch so auf, dass die Monteure beim Anfassen spürbare Stromschläge bekamen.
Doch nicht allein die äußeren Einflüsse ließen das CCB-Außentreppenhaus zu einem anspruchsvollen Projekt werden - selbst für einen Experten wie Thomas Handsche, der schon Teile der Außenhaut des Lehrter Bahnhofs in Berlin und Fassaden am Hotelkomplex in Heiligendamm montiert hat. Der Grund: Das über 80 Tonnen schwere CCB-Außentreppenhaus steht auf einer riesigen Wippe.
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© Bergedorfer Zeitung 2008