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Freie Fahrt auf der Bergedorfer Straße

Bergedorf. Seit gestern, 15 Uhr, rollt der Verkehr auf der B 5 wieder vierspurig. Zehntausende Autofahrer dürfen aufatmen, die sich seit Frühjahr 2008 täglich durch das zweispurige Nadelöhr auf der Serrahn-Brücke zwängen mussten.
Ebenso die Verantwortlichen vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG), vom Bauunternehmen Strabag sowie im Bezirksamt: Die Hauptverkehrsader im Herzen Bergedorfs wurde mit fast neun Monaten Verspätung fertig.
7000 Quadratmeter Straße plus 3500 Quadratmeter Rad- und Gehwege waren mit 2,2 Millionen Euro veranschlagt. Die Kosten bleiben mit knapp zwei Millionen Euro um gut zehn Prozent unter den ursprünglich veranschlagten.
"Die Freigabe der B 5 ist ein Meilenstein fürs ZOB-Projekt", begrüßt Bezirksamtschef Christoph Krupp den lang erwarteten Tag mit Blick auf Bergedorfs Neue Mitte. Und beeilt sich zu versichern: "Die Verzögerungen sind weder von Strabag noch LSBG zu verantworten."
Für Bauleiterin Simone Kohnen ist der Fall klar: "Unsere Arbeiten haben von Oktober 2008 bis Mitte Juni 2009 geruht wegen des Tunnelbaus entlang des Schleusengrabens", betont die Diplomingenieurin. Bevor die Fahrbahn fertiggestellt werden konnte, musste Investor Fundus seinen neuen Fußgängertunnel unter der Trasse zumindest im Rohbau fertig stellen. "Normalerweise erledigen wir solche Sanierungsmaßnahmen in einem Drittel der Zeit", stellt Strabag-Bereichsleiter Thomas Klasen klar.
Nachdem die B 5 wieder vierspurig ist, rückt die nächste Sperrung näher: Vom 16. Juli bis 3. August wird der Weidenbaumsweg von der B 5 bis "Am Bahnhof" gesperrt: Binnen zwei Wochen soll die Trasse auf den endgültigen Verlauf verlegt werden. Was Gewerbetreibende über die diversen Verzögerungen denken, lesen Sie S. 19
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© Bergedorfer Zeitung 2008