18.08.10

Kultursommer am Kanal

Im fünften Jahr als Marke etabliert

Schwarzenbek/Mölln. Vier Wochen, 80 Veranstaltungen, ein Etat in Höhe von 100 000 Euro dank der Kreissparkasse als Hauptsponsor und 11 500 Besucher - das sind die Zahlen, die Paul M. Rossa, Schwarzenbeker Anwalt und Vize der Stiftung Herzogtum Lauenburg gestern gemeinsam mit Festival-Intendant Frank Düwel präsentierte. Von Marcus Jürgensen

Im Vorjahr hatten die vom Kultursommer selbst oder mit Partnern organisierten Veranstaltungen 8000 Gäste besucht.

Doch das mittlerweile fünfte Veranstaltungsprogramm ist viel mehr: "Der Kultursommer ist für uns so wichtig, weil er die Identifizierung der Menschen mit dem Kreis verfestigt und vielfach sogar neu begründet", lobt Kreispräsident Meinhard Füllner. Für Günter Schmidt, Chef der kreiseigenen Tourismusgesellschaft HLMS haben die vier Wochen im Juli gezeigt, dass sich der Kultursommer endgültig "als Marke" etabliert hat. "Die Gäste wissen mittlerweile, was der Kultursommer ist und fragen ganz gezielt nach", sagt der Tourismus-Experte. Für Rossa ist die Begegnung von Künstlern und Gästen das prägendste Erlebnis gewesen: "Dort fand der Dialog statt, den wir als Stiftung anstreben."

Dialog ist auch das Stichwort für Frank Düwel: Der Theatermacher mit eigener Produktionsfirma hat die Intendanz im vergangenen Jahr vom ehemaligen Kustos des Schwarzenbeker Amtsrichterhauses Hans-Jürgen Rumpf übernommen. "Wie wollen Menschen Kultur im Sommer erleben: Sie wollen Feste feiern", sagt Düwel. Und dies sei vielerorts gelungen - beim Auftakt des Festivals als Trommelfest in Wotersen bis zum abschließenden "Ein Dorf zeigt Seele" in Siebeneichen am Kanal.

Mit der Ausstellung von Ludwig Vöpel und den Schwarzenbeker Fotofreunden im Amtsrichterhaus und Fotos von Klaus Jürgens in Geesthacht hat sich der Kultursommer in diesem Jahr weiter in der Region ausgedehnt. Das soll 2011 noch stärker geschehen. Mehr als 80 Veranstaltungen sollen es dennoch nicht werden. Düwel: "Das ist ein gutes Maß, aber wo eine Ausstellung gut läuft, können wir auch noch Musik oder Tanz anbieten."

In Schwarzenbek ist für 2011 bereits ein Tanzprojekt mit Jugendlichen in Planung. Dass beide Orte nicht am Kanal liegen, ist für Düwel unerheblich: "Der Kultursommer am Kanal ist eine poetische Verheißung, die sich auch in Geesthacht oder Schwarzenbek erfüllen kann. Weil wir die Marke Kultursommer inhaltlich füllen können, brauchen wir ihn nicht mehr geografisch aufzugreifen."

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