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So funktioniert eine Biogasanlage
Mittwoch, 17. Februar 2010 04:00
Eine Biogasanlage dient der Erzeugung von Gas durch Vergärung von Biomasse. In landwirtschaftlichen Anlagen wird meist Gülle und Silage als Substrat eingesetzt. Als Nebenprodukt wird ein als Gärrest bezeichneter Dünger produziert. Bei den meisten Biogasanlagen wird das entstandene Gas vor Ort in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Das Gas wird durch Gärung aus gut abbaubarer Biomasse wie Gülle, Silage (vor allem Mais-Silage) oder Bioabfall erzeugt. Stroh und Holz, die vor allem Cellulose und Ligno-Cellulose enthalten, sind nur schwer abbaubar und werden daher nicht eingesetzt.
Verschiedene Arten von Mikroorganismen nutzen die komplex zusammengesetzte Biomasse (Kohlenhydrate, Fette und Proteine) als Energielieferanten. Die Organismen können bei der Vergärung nur einen geringen Teil der enthaltenen Energie erschließen. Sie müssen daher relativ große Mengen umsetzen, um ihren eigenen Energiebedarf decken zu können. Hauptabfallprodukte des Abbaus sind das energiereiche Methan und Kohlendioxid. Da sie gasförmig sind, trennen sie sich vom Gärsubstrat und bilden die Hauptkomponenten des Biogases. Kohlendioxid kann zusammen mit dem energiereichen Methan in BHKWs verbrannt werden.(sh)


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