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Eine Kuh sichert den Lebensunterhalt

40 Kühe hat die Patengemeinschaft Sahms im vergangenen Jahr an Mitglieder der Minderheit der Adivasi im Südwesten Indiens verteilt.
Sein Ziel war einfach: Adolf Klein, Briefbote in Sahms, wollte armen Kinder in Südindien helfen und gründete 1965 die Patengemeinschaft Sahms. Im ersten Jahr sammelte er 3400 DM an Spenden. Könnte der 1994 verstorbene Klein sehen, was aus seinem Verein, der heute "Patengemeinschaft für hungernde Kinder" heißt und als einer von ganz wenigen Organisation im Kreis das DZI-Spendensiegel besitzt, würde er staunen: Mehr als eine halbe Million Euro Spendengelder flossen allein im Jahr 2008.
Damit werden in mehr als 40 Kinderheimen, Schulen und Tageskindergärten etwa 1600 Kinder betreut. Der Verein betreibt jedoch auch Ausbildungszentren sowie eine Orthopädieklinik in Mylaudy, an der auch Bergedorfer Ärzte ehrenamtlich Patienten versorgen.
Auch die Schwarzenbeker haben gespendet: Nach dem verheerenden Tsunami des Jahres 2004 entstand ebenfalls in Mylaudy für Waisen und Halbwaisen von Flutopfern das "Schwarzenbeker Girls Home".
Einige Tausend Euro flossen im vergangenen Jahr jedoch auch in ein ganz spezielles Projekt: Kühe. "So eine Milchkuh ist mit einer mageren indischen Straßenkuh nicht zu vergleichen", sagt Dieter Hueske, langjähriger Vorsitzender des Vereins aus Elmenhorst. Bis zu zehn Liter Milch gibt so eine Kuh täglich. Durch den Verkauf können die vorwiegend von der Landwirtschaft lebenden Familien ihren Lebensunterhalt sichern helfen. Rund 350 Euro kostet so eine Kuh, deren tierärztliche Versorgung ebenfalls vom Verein übernommen wird.
"Die Familien, die für die Haltung einer Kuh in Frage kommen, werden sorgfältig von unseren indischen Kollegen ausgesucht. Denn es muss gesichert sein, dass für Futter, Unterkunft und Pflege gesorgt ist", sagt Hueske. Neben 40 Kühen sind so auch zahlreiche Ziegen vermittelt worden. Weitere Infos zu Patenschaften, Kinderheimen und der Adivasi-Familienhilfe gibt es im Internet unter: www.patengemeinschaft.de

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© Bergedorfer Zeitung 2008