14.03.12

Kosten

Rettungswagen bleibt in der Europastadt

Schwarzenbek (cus). Zehn Jahre haben die Mitglieder der Interessengemeinschaft Rettungswache gekämpft, bis vor vier Jahren der Rettungswagenstandort an der Bismarckstraße 9 b eingeweiht wurde.

Zwischen der Fahrzeughalle und dem Haus des DRK-Ortsverbandes steht seit 2009 ein Rettungswagen bereit. Besetzt ist die Außenstelle der Rettungswache Lanken jedoch nur von 7 bis 23 Uhr.

Der Standort, dessen Bau die Stadt Schwarzenbek mit 212 000 Euro finanzierte, stand am Montagabend kurzfristig auf der Kippe - wegen 550 Euro. Auf diese monatliche Pauschale hatten sich Stadtverwaltung und DRK-Ortsverband geeinigt. Bisher erhielt das DRK durchschnittlich 721 Euro für Bewirtschaftungskosten. Dadurch wurde der Haushaltsansatz beständig überschritten.

Im Sozial- und Kulturausschuss entspann sich jedoch angesichts des bevorstehenden Konsolidierungsvertrags mit dem Land (wir berichteten) eine Debatte um die Kosten. Ob die Stadt verpflichtet sei, diese Summe zu zahlen, wollte Gerhard Moldenhauer (CDU) von Kämmerin Ute Borchers-Seelig wissen. Die antwortete wahrheitsgemäß, dass die Stadt nicht verpflichtet sei, eine Rettungswache zu unterhalten und es sich deshalb um eine freiwillige Leistung handele. "Also können wir vor Abschluss des Konsolidierungsvertrags nicht beschließen", war sich Moldenhauer mit der SPD-Vorsitzenden Josefin Francke einig.

Heftiger Widerspruch kam von Susanne Heyer-Borchelt (SPD) und Eckhard Gerber (CDU), die angesichts des jahrelangen Engagements von Schwarzenbeker Bürgern mahnten, diese Errungenschaft nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Auch Jörn Kranacher (FWS) warb um Zustimmung: "Die neue Regelung ist für uns günstiger als bisher." Letztlich billigten die Politiker den neuen Betrag, ohne sich jedoch rechtlich zu binden. Jetzt will die Stadt auch mit dem DRK-Kreisverband Verhandlungen über eine Deckelung ihrer monatlichen Kosten führen.

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