18.05.12

Austritt

"Tonteich darf nicht baden gehen"

Reinbek (amü). Das Tonteich-Bad geht vorerst nicht baden.

Die Mitglieder des Ausschusses für Jugend-, Sport- und Kultur entschieden am Dienstagabend nicht darüber, ob die Stadt aus dem Trägerverein austritt und damit der Zuschuss von 20 000 Euro pro Saison entfällt. Der Antrag wurde zurückgenommen, ist damit aber nicht vom Tisch, erklärten Klaus Köpke (CDU) und Baldur Schneider (SPD). Die Vertreterin des Seniorenbeirates, Grüne, FDP und Forum 21 plädierten für das Naturbad, in dem Senioren ihre Runden drehen, Kinder ihre ersten Schwimmerfahrungen in einem natürlichen Gewässer machen: "Der Tonteich darf nicht baden gehen", so der Tenor. "Wir sehen das als Bauernopfern, weil keiner mehr Ideen hat, wo man noch sparen könnte", kommentierte Diethard Joppich (FDP) den "Schnellschuss". Auch Dagmar Schmalfeldt, Sachgebietsleiterin im Rathaus, gab zu bedenken: "Die Aufgabe der Mitgliedschaft wäre kontraproduktiv. Seit 60 Jahren kooperiere die Stadt mit den Nachbargemeinden Wohltorf, Aumühle und Wentorf."

Dass die Entscheidung vertagt wurde, hängt auch am Arbeitskreis Kultur, der seine Ergebnisse aus nichtöffentlichen Tagungen über die Gestaltung des städtischen Kulturbetriebes in Kürze vorlegen wird. Daraus würden sich automatisch Einsparungen für die Stadt ergeben, ließen Politiker durchblicken. Insgesamt, so der Stadtverordnetenbeschluss, muss der Ausschuss für den Haushalt 2013 bei freiwilligen Leistungen der Stadt 27 600 Euro einsparen.

Eine kleine Kröte musste dann noch Ralph Fellermann schlucken. Um 11 000 Euro soll der Leiter der Volkshochschule den Zuschuss der Stadt reduzieren, so der einstimmige Beschluss der unter der Ausgangsforderung der SPD von 50 000 Euro lag.

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