Prozess
Bismarckbund lässt Vergleich platzen
Mittwoch, 25. Januar 2012 04:00
Reinbek. Die Fronten bleiben weiter verhärtet im Sachsenwald. Der traditionelle Bismarckbund nutzt die Widerrufsfrist und lässt sich nicht auf einen vor dem Amtsgericht Reinbek ausgehandelten Vergleich mit langjährigen Mitgliedern ein.

Foto: Hulton Archive
Der sorgenvoll blickende Namensgeber des Bundes: Fürst Otto von Bismarck.
Jetzt wird der Streit um Mitgliedschaften, Ausschlussverfahren, Finanzen und persönliche Differenzen weiter vor Gericht ausgetragen. Das Verfahren geht in die Hauptverhandlung.
Zwei langjährige Mitglieder hatten, wie berichtet, die Justiz bemüht, weil es ihrer Meinung nach bei einem Ausschlussverfahren gegen sie nicht mit rechten Dingen zugegangen sei. Sie vermuteten, dass ihre kritischen Nachfragen zur Geschäftsführung des Vereins und der Finanzsituation dem Vorstand nicht genehm gewesen seien. Zumal sei es bei dem Rausschmiss aus dem Verein zu schwerwiegenden formalen Fehlern gekommen.
Das jedoch weist der Bismarckbund weiter von sich und macht gegenüber unserer Zeitung deutlich, dass die Kläger keinesfalls wieder Mitglieder des Bundes seien, wie es der Vergleich vorgesehen hatte. Die Anschuldigungen seien falsch und mit dem Vergleich keinesfalls aus der Welt, heißt es aus Kreisen des Vorstands. Man hoffe, dies im Hauptverfahren klären zu können.
Dass der Verein kurz vor der Insolvenz stehe und bald Geschichte sei, weist die Geschäftsführerin ebenfalls von sich. "Wir haben eine neue, junge Vereinsspitze und mit ihr weht ein neuer Wind, der Bismarckbund hat neuen Schwung", so die Geschäftsführerin. Man präsentiere sich jetzt auch anders in den Medien, habe sogar ein Profil auf der Seite des sozialen Netzwerkes Facebook. Zudem habe der Bismarckbund den vollen Rückhalt des Schirmherrn Ferdinand von Bismarck.
Das negative Medienecho rund um den Prozess sei schlecht für den Bismarckbund, ist die Geschäftsführerin sicher. "Wenn man, wie die Mitglieder sagen, wirklich Interesse daran hätte, den Bismarckbund zu retten, würde man so nicht handeln." Aus den Reihen der Mitglieder heißt es, dass weitere Klage gegen den Bismarckbund eingereicht werden sollen.sho


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Waldorff Stadler meint:
Ich für meinen Teil kann mir nicht vorstellen, dass es sich bei Ihnen um einen der Betroffenen handelt. Höchstens aus dessen Umfeld, da selbst ein Dr. Heitmann bzw. ein Herr Jacobs sich eines anderen Tones befleißigen würden.
Abgesehen davon kann sich der geneigte Leser selbst ein Bild von den beteiligten Schreibern hier machen, wenn er nur den Inhalt und Stil vergleicht.
Unter der Premisse kommen Sie ziemlich schlecht weg...
Zeckenfeind meint:
Besser als durch Ihren Kommentar hätten Sie gar nicht zeigen können, wie sehr Sie und Ihre Vorstandskollegen sich Neonazi-Gedankengut zu eigen gemacht haben.
ferdinand meint:
Tatkraft? Worin besteht die??
Wenn man all dem bisher hier Veröffentlichtem Glauben schenken kann, besteht sie nur aus Vereinsausschlüssen und juristischen Winkelzügen.
"Verleumdungen", "üble Nachrede", "strafrechtliche Relevanz",
das ist der Wortschatz all derer, die inhaltlich nichts zu bieten haben.
Wo bleibt der sachliche Diskurs über die wahrhaft wichtigeren Probleme??