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Mike Breitmeier tritt zurück

Aumühle. Sie wollten es noch einmal zusammen probieren, doch es blieb beim Versuch: Am Montagabend trafen sich die Fußballer des TuS Aumühle-Wohltorf und Trainer Mike Breitmeier zur Aussprache.
Doch die Risse zwischen dem Coach und dem Team des abstiegsbedrohten Landesligisten waren einfach zu groß. Ergebnis: Breitmeier trat mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück. Mit ihm ging Co-Trainer Thorsten Koß.
Zwischen den Übungsleitern und der Mannschaft herrschten unterschiedliche Auffassungen, wie der auf Platz 14 liegende Aufsteiger den Acht-Punkte-Rückstand zum rettenden Ufer verringern kann. Teile des Teams wollten mehr im taktischen Bereich geschult werden und weniger Kondition bolzen. Die Differenzen gingen soweit, dass drei Spieler (Mathias Conradi, Ole Daumann und Christian Schwalm) unter Breitmeier nicht weitermachen wollten.
Schon beim Testspiel am vergangenen Sonntag in Eimsbüttel (0:6) war der Coach auf Wunsch des Teams nicht anwesend. "Um vor der Aussprache am Montag nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen", wie Breitmeier angab. Doch ein Zurück sollte es nicht mehr geben, weil sich eine Kettenreaktion anbahnte und sich weitere Akteure den "Abtrünnigen" anschließen wollten. "Das hätte für alle Beteiligten keinen Sinn gemacht. Darum tue ich etwas für die Mannschaft und trete zurück", erklärte Breitmeier.
Am 10. Februar 2011 hatte er das Amt beim Bezirksliga-Tabellenführer nach der Entlassung von Björn Schehr übernommen und die Aumühler über die Relegationsspiele zum Aufstieg in die Landesliga geführt. "Der Rücktritt trifft mich völlig unvorbereitet", sagte der kommissarische Abteilungsleiter Norbert Schulz. Er kündigte an: "Wir werden uns bei der Suche nach einem Nachfolger Zeit lassen."
Bis der neue Mann gefunden ist, unterstützt Schulz zusammen mit dem ebenfalls kommissarischen Jugendleiter Jan Kunze Kapitän Daniel Pechau bei den Trainingseinheiten. "Menschlich sind Mike und Thorsten 1a-Typen. Leider war die Situation anders nicht mehr lösbar", bedauert Pechau die Entwicklung. Leichter wird die "Mission Klassenerhalt" indes nicht. Mit Kaveh Raschidy (an 10 von 22 Toren beteiligt) überlegt der effektivste Angreifer, aus Solidarität zu Breitmeier ebenfalls zu gehen.
Der bisherige TuS-Fußball-Obmann Carsten Scheel war zum 31. Dezember aus beruflichen Gründen zurückgetreten.

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