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Landkreis Lüneburg sperrt jetzt B 209

Lüneburg/Lauenburg (per). "Ich habe bis zuletzt gehofft, diesen Schritt nicht gehen zu müssen", beteuert Landrat Manfred Nahrstedt. Schließlich aber hätte er keine andere Wahl gehabt:
Nachdem am Dienstagvormittag die Bundesstraße 5 zwischen Geesthacht und Lauenburg für schwere Laster gesperrt wurde, machte der Landkreis Lüneburg seinerseits die B 209 ab Hohnstorf dicht. Die Reaktion war lange angekündigt. "Es kann nicht sein, dass der Verkehr nur einseitig zu unseren Lasten verlagert wird. Auch wir schützen unsere Bürger vor den Negativfolgen des Mautausweichverkehrs", begründet Nahrstedt seine Entscheidung.
Zuvor hatte sich der Kreistag Lüneburg mit der verfahrenen Situation befasst und eine Resolution auf den Weg gebracht. Demnach werde die brisante Verkehrssituation in Geesthacht und Lauenburg grundsätzlich anerkannt. Aus diesem Grunde appelliert der Lüneburger Kreistag an alle Beteiligten, insbesondere an das Bundesverkehrsministerium, einen tragfähigen Kompromiss herbeizuführen.
Ulrike Köller vom Lauenburger Bürgeraktionsbündnisses (BAB) reagierte positiv auf die Sperrung der B 209 durch die Niedersachsen, würde das doch auch für die B 209 (Hafenstraße) in Lauenburg eine erhebliche Entlastung bringen. Dies sieht auch Bürgervorsteher Andreas Lojek so: "Nun besteht für das Landesverkehrsministerium kein Grund mehr, die Sperrung erst westlich der Kanalbrücke aufrecht zu erhalten." Das Umdenken der Entscheidungsträger in Kiel würde nicht nur die Anwohner der Hafenstraße entlasten, sondern auch die Unternehmen im Industriegebiet, die im Moment auf umständliche Ausnahmegenehmigungen angewiesen sind.

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