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"Wir machen weiter, bis wir Ruhe haben"

Lauenburg. Es waren zwar nicht so viele Demonstranten wie bei den vergangenen "Aufständen" der Bürger gegen die massive Belastung durch den Schwerverkehr - aber die Wirkung war dieselbe
: Eineinhalb Stunden lang blockierte gestern Nachmittag ein Demonstrationszug die Hafenstraße (B 209) und die Berliner Straße (B 5) in Lauenburg.
"Genau dieses Signal wollen wir setzen. Nämlich, dass Laster in unserer Stadt nicht mehr erwünscht sind und hier nicht vorwärts kommen", sagte Niclas Fischer. Der Stadtvertreter der Grünen war der einzige aus der Lauenburger Stadtvertretung. Dabei hatte sich Bürgervorsteher Andreas Lojek (CDU) noch dafür ausgesprochen, dass sich möglichst viele Lauenburger Politiker in den Demonstrationszug einreihen sollten. Sich selbst hatte er entschuldigt. Immerhin: Mit Konstantin von Notz aus Mölln war auch ein Bundestagsabgeordneter (Grüne) bei dem Protestzug der Lauenburger dabei. Hohnstorfer nutzten die Chance, sich an der Demonstration des Bürgeraktionsbündnisses (BAB) "Lauenburg reicht's" zu beteiligen, erstaunlicherweise nicht.
Dabei sind es ausgerechnet die Niedersachsen, die die Sperrung von Lauenburgs B 5 für den Schwerlastverkehr blockieren. Aus eigenem Interesse, weil sie sonst die Laster ertragen müssten.
"Ich habe Angst um mein Kind", sagte Claudia Schuldt, die sich an der Demo beteiligte. Und Matthias Pagel wünschte sich mehr Unterstützung der Kieler Landesregierung. "In Lüneburg ging die Sperrung der B 209 in drei Tagen durch und hier ist ein halbes Jahr nach dem Versprechen des Verkehrsministers noch nichts realisiert", klagte Pagel. Dabei hatte Verkehrsminister Jost de Jager persönlich in Lauenburg eine Sperrung innerhalb von sechs Wochen angekündigt. Das war am 3. März.
BAB-Koordinator Günther Aviszus zählte eine ganze Reihe von Versprechungen durch Politiker und Verwaltungsleute auf, die immer wieder gebrochen wurden. "Es reicht", machte er den Unmut der Demonstranten deutlich. Deshalb wurde der mittlerweile vierte Umzug durch die Stadt gestartet, in dessen Folge die Mautflüchtlinge im Stau ausharren mussten. "Wir machen weiter, bis wir Ruhe haben", so Fischer.

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