Gute Nachrichten für Lauenburg
Geldsegen aus Kiel für das Elbschiffahrtsmuseum
Montag, 29. Juni 2009 02:46
- Von Elke Richel
Mit 2,1 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm kann der Investitionsstau beseitigt werden.
Es gibt doch noch gute Nachrichten für Lauenburg: Das Innenministerium in Kiel hat jetzt die Vergabe von 45,3 Millionen Euro aus dem sogenannten Konjunkturpaket II beschlossen und Lauenburg bekommt ein großes Stück vom Kuchen ab.
Die Sanierung des Elbschiffahrtsmuseums in der Altstadt wird mit 2,1 Millionen Euro gefördert und gehört damit zu den "Leuchtturmprojekten" des Landes. Kriterium dafür ist nicht nur die Investitionssumme von mehr als einer Millionen Euro, sondern auch die Ausstrahlungskraft, die die Einrichtung über die Region hinaus hat. "Dass man in Kiel die Bedeutung unseres Hauses erkannt hat, ist genauso toll, wie die Zuwendung an sich", freute sich Museumschef Joachim Kedziora, als wir ihm die gute Nachricht überbrachten. Er hatte erst im April dieses Jahres die Leitung des traditionsreichen Hauses übernommen und schon zu diesem Zeitpunkt gewusst, dass ihm ein großer Investitionsstau das Leben schwer machen wird: "Das Dach ist so marode, dass man vom Dachstuhl aus die Straße sehen kann und die Risse in der Fassade sind auch innen sichtbar", beschreibt er den Zustand des Gebäudes.
Dabei informieren sich im Elbschiffahrtsmuseum nicht nur Touristen aus aller Welt über den traditionellen Lauenburger Wirtschaftszweig, auch internationale Fachleute finden in dem Museum wissenschaftlich aufbereitete Unterlagen zur Geschichte der Elbschifffahrt. Erst vor knapp drei Monaten konnte der damalige Leiter der Einrichtung, Werner Hinsch, den dritten Teil der Dauerausstellung, die Exponate über die Tradition des Schiffbaus beinhaltet, an die Öffentlichkeit übergeben. "Vieles in dem Haus wird von Hand gemacht - und zwar von Praktikern und nicht von Technokraten", lobte Bürgermeister Harald Heuer damals zur Ausstellungseröffnung das Engagement des Museumsteams. "Jetzt können wir das Haus endlich in einen Zustand versetzen, der seiner Bedeutung entspricht", freute sich der Verwaltungschef über den Zuwendungsbescheid aus Kiel.
* Auch in Schnakenbek und Lanze gibt es Grund zur Freude: Für die Sanierung des Gemeinschaftshauses erhält Lanze aus dem Konjunkturprogramm II eine Zuwendung in Höhe von 76 900 Euro, Schnakenbek kann die Sporthalle mit 145 800 Euro auf Vordermann bringen.


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