Tierfütterung
Schwäne mögen keine ganzen Brote
Mittwoch, 17. Februar 2010 04:00
Glinde (kb). "Wahrscheinlich ist es gut gemeint", sagt Siegmund Meyer, Jagdbeauftragter in Glinde, doch gut sei das für die Tiere nicht
: Meyer zeigt auf etwa 40 bis 50 helle Brote, die vermeintliche Tierfreunde ans Ufer des Regenrückhaltebeckens geschüttet haben.
"Ich füttere auch schon", sagt Meyer. "Die Rehe bekommen Quetschhafer, Rübenpellets und Hafer. Auch der Schwan, der sich hier an den Broten versucht, bekommt ein Körner-Zubrot." Wenn den Tieren mit Brot geholfen werden solle, dann müsse es in kleine Würfel geschnitten werden. Nur in dieser Form bekämen die Wasservögel es zu fassen und könnten es auch fressen. "Die großen Brote sind jetzt hart und ungenießbar. Wenn Tauwetter kommt, werden sie feucht und schimmeln. Schimmel ist auch für Tiere giftig", sagt Meyer, der die Brote zum Schutz der Tiere einsammeln will. Außerdem locke das Brot auch Raten an.
In besonders harten Wintern wie diesem können Schwäne mit Getreidekörnern - Hafer, Weizen, Gerste und Mais - gefüttert werden. Auch Vollkornbrot dürfe gewürfelt gegeben werden. Wichtig sei, dass Brot im Wasser gefüttert werde. Es bestehe sonst die Gefahr, dass es in der Speisenröhre der Tiere aufquelle und sie verstopfe.


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