Schriftgröße: A A A
Logo der Bergedorfer Zeitung
http://www.bergedorfer-zeitung.de/printarchiv/glinde/article56925/Wie_viel_Kaelte_vertraegt_ihr_tierischer_Liebling.html
Link in E-Mail oder Instant-Message einfügen close

Wie viel Kälte verträgt ihr tierischer Liebling?

Glinde/Oststeinbek (unb). Klirrende Kälte, nasse Pfoten - brauchen Bello, Mietze und Co bei Minusgraden und Schneetreiben einen Mantel und Schuhe? "Das hängt ganz von der Rasse ab", sagt die Glinder Tierärztin Dr. Inga Paasch.
Ein langhaariger Schlittenhund verträgt die Kälte viel besser, als eine kleine Rasse mit kurzem Fell." Je kleiner der Hund, desto größer sei der Wärmeverlust. "Aufmerksame Besitzer sehen ihren Tieren an, wenn sie frieren - sie zittern am ganzen Körper, ziehen den Schwanz ein und wollen nicht mehr weiter gehen", so Paasch. In diesem Fall kann eine Decke oder eine Jacke durchaus sinnvoll sein. Auch Schuhe aus Neopren machen nach Ansicht der Tierärztin Sinn derzeit Sinn. Weniger wegen des Schnees - der mache den Tieren nichts aus, sondern Salz und Granulat schmerzten die Vierbeiner an ihren Pfoten. Außerdem könne durch das Salz das Eis an den Pfoten verklumpen.
"Das Beste ist, die Spaziergänge aufs Feld zu verlegen", rät Paasch, oder aber die Pfoten nach dem Spaziergang gründlich mit lauwarmem Wasser zu waschen oder eben Schuhe anzuziehen. Voraussetzung dafür ist, dass der Hund mitmacht.
Weniger verschnupfte Hundenasen hat Tierärztin Sabine Umland in ihrer Praxis in Oststeinbek zu verarzten, als viel mehr entzündete Mägen, weil die Tiere zuviel Schnee gefressen haben. "Das sollten Hundebesitzer ihren Vierbeinern verbieten", rät Umland.
Katzenfreunde haben es da einfacher: "Katzen vertragen die Kälte oft sehr gut, solange sie einen Rückzugsort haben wie einen Stall oder eine Veranda, an dem sie sich aufwärmen können", so Tierärztin Paasch. In diesem strengen Winter hat sie zum ersten Mal eine unterkühlte Katze behandeln müssen. Das sei ungewöhnlich für die Tiere, da sie normalerweise anzeigten, wenn es ihnen draußen zu frisch ist - sie setzen sich demonstrativ vor die Tür und wollen hereingelassen werden.
Dieses Verhalten brauchen Pferde nicht an den Tag zu legen. Das sei auch gar nicht notwendig. Pferde - solange sie nicht geschoren sind - vertragen Kälte und Schnee nämlich sehr gut. "Viel mehr machen ihnen Temperaturen um drei Grad Celsius und Nieselregen zu schaffen", weiß Dr. Inga Paasch aus Erfahrung.

nach oben
© Bergedorfer Zeitung 2008