Großbrand
Akribische Spurensuche in der Brandruine
Mittwoch, 16. Dezember 2009 04:00
Glinde/Havighorst (ahr). Ein Toter und neun obdachlose und verstörte Menschen - das ist die schlimme Bilanz zweier Brände am Wochenende.
Mittlerweile sind die Bewohner des Hauses am Papendieker Redder in Glinde, das am frühen Montagmorgen ein Raub der Flammen wurde, bei Verwandten in Neuschönningstedt untergekommen. Und auch der 79-jährige Eigentümer des Einfamilienhauses an der Straße Am Ohlendiek in Havighorst hat bei einem befreundeten Ehepaar fürs Erste einen Unterschlupf gefunden. Doch die Trauer um den erlittenen Verlust sitzt bei den Betroffenen tief.
Bei Familie W. dürfte sich in die Trauer um den Familienangehörigen, der bei dem verheerenden Feuer ums Leben gekommen war, ein anderes Gefühl mischen. Denn es wird immer wahrscheinlicher, dass der 77-Jährige selbst das Feuer gelegt hat. Die Brandermittler der Kripo Reinbek haben erste wichtige Spuren in der Dachgeschosswohnung des Mannes gesichert. "Das Feuer ist in der Wohnung des Verstorbenen ausgebrochen, das steht fest", sagt Kripochef Joachim Böhm. Dort hatten Feuerwehrmänner bei den Löscharbeiten bereits einen leeren Kanister gefunden. Die Ermittlungen am Brandort sind aber noch nicht abgeschlossen. Parallel wird die
Leiche wird in der Rechtsmedizin untersucht
bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche, die in der Wohnung entdeckt worden war, in der Rechtsmedizin in Lübeck obduziert. Zum einen muss die Todesursache festgestellt werden; zum anderen kann nur so die Identität des Toten bestätigt werden.
Schon geklärt ist hingegen die Ursache des Feuers in der Nacht zu Sonntag in Havighorst. Dort geht die Kripo von einem Defekt in der elektrischen Anlage aus. Fremdverschulden wird ausgeschlossen.


Abo
Printarchiv
Leserbrief
Kontakt
RSS
Preisvergleich
Leserreisen
Versicherungscheck
Energievergleich
Immobiliensuche