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Bald ist der Depot-Bahnhof nur noch Geschichte

Glinde (ahr). Ein letztes Mal kehrt in diesen Wochen Leben in das Gebäude des ehemaligen Bahnhofs auf dem Depotgelände zurück: Seit gestern ist der Abrissbagger an der Arbeit, wird die Halle Stück für Stück abgebrochen.
Spätestens Anfang kommenden Jahres wird sie nur noch Geschichte sein.
Bis dahin haben Geräteführer Reiner Hippmann und seine Kollegen alle Hände voll zu tun. Während der 52-Jährige mit einem Bagger an einer Seite Außenwände zwischen den Stahlpfeilern heraus bricht, werden auf der anderen Seite Fensterrahmen und Holzverschalungen im Inneren abmontiert. Wenn die Wände und das Innenleben der Halle weg sind, wird das Dach abgetragen. "Wir trennen dabei die Lattung von der Dachpappe", erklärt Torsten Runge vom Abbruchunternehmen Sperling. Denn die Pappe wird ihren Weg nach Thüringen antreten, um dort bei der Zementherstellung verfeuert zu werden.
Übernächste Woche soll der Abbau des Stahlskeletts beginnen. Dabei muss Reiner Hippmann die Träger mit einer sogenannten Schrottschere zerschneiden, um sie auf Containerlänge zu bringen. "Das geht aber fix", sagt Torsten Runge. Mitte Dezember schließlich folgt das Finale. Dann rollt ein Betonbrecher an, in dem Mauerwerk, Betonfußboden und -fundamente an Ort und Stelle zerkleinert werden - alles in allem sind das laut Runge 6000 Tonnen. Bei einer Tagesleistung des Brechers von 650 Tonnen ist absehbar, wann der letzte Krümel des Depotbahnhofs verschwunden sein wird.
Über die weitere Nutzung des Grundstücks ist noch nicht entschieden. Die Stadt möchte es für Gemeinwesenarbeit freihalten, müsste es dafür kaufen.

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