Energiewechsel
Holzpellets und Gas sorgen im Depot für Wärme
Samstag, 12. September 2009 04:00
Glinde (unb). Nicht mehr mit Gas und Öl, sondern mit Gas und Holzpellets sollen die neuen Bewohner des Depotgeländes zukünftig mit Wärme versorgt werden. Darüber stimmte am Donnerstagabend der Bauausschuss einstimmig ab.
Die Änderung der Energieträger sei wegen einer neuen Energieverordnung der Bundesregierung notwendig geworden. Die macht Erdgas nun zu einem kostspieligen Energieträger, erklärte Stefan Hardes, Projektingenieur der Firma Dalkia. Sein Unternehmen, das noch in diesem Jahr mit dem Bau des Heizkraftwerkes beginnen will, hat sich für die Mischung aus Holzpellets und Gas entschieden. Diese Form der Wärmeerzeugung sei umweltfreundlicher - der Anteil erneuerbarer Energie macht 90 Prozent aus. Beim alten Konzept waren es 20 Prozent weniger. Die restlichen zehn Prozent werden mit einem Ölkessel abgedeckt, der nur in Spitzenzeiten hochgefahren wird. Dalkia verspricht seinen Kunden weiterhin, kostengünstiger als alle anderen Anbieter zu sein. Allerdings haben die Verträge eine Laufzeit von zehn Jahren.
Das neue Konzept sieht auch eine Vergrößerung des Heizhauses auf rund 40 Quadratmeter vor. Statt zwölf Meter wird der Bau nun jeweils 15 Meter breit und lang sowie fünf Meter hoch. Dadurch verkleinert sich das angrenzende Grundstück, auf dem eine Kita geplant ist. Da aber das Kitagebäude im nördlichen und nicht im südlichen Grundstücksteil gebaut werden soll, ergeben sich keine wesentlichen Nachteile. Zumal Dalkia einen Sichtschutzzaun errichten will. Der allerdings wird auch die vier Schornsteine nicht verdecken, die bis zu 14 Meter in die Höhe ragen werden.
Verpflichtet hat sich der Energieversorger auch, die Anlieferungen der Holzpellets in die Zeit von 9 bis 12 Uhr zu verlegen, also außerhalb der Bring- und Abholzeiten der Kitakinder. Etwa 23 Transporte - im Winter etwa einer wöchentlich - sind vorgesehen.
Wenn das Genehmigungsverfahren zügig vonstatten geht, soll das Heizkraftwerk spätestens im Herbst 2010 in Betrieb gehen, kündigt Harders an. Bis dahin will der Versorger seine ersten Kunden mit einer mobilen Heizzentrale auf Erdölbasis mit Wärme versorgen.
Die Eigentümer der rund 750 Wohneinheiten auf dem Depotgelände können selbst entscheiden, für welchen Versorger sie sich entscheiden. Eine Anschlusspflicht besteht nicht.


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