RES Oesterreich
Ministerium will Geheimnis lüften
Dienstag, 10. August 2010 04:00
Geesthacht (tja). Die Geheimniskrämerei um die Zukunft der verölten und mit giftigen Stoffen belasteten Metallspäne des insolventen Unternehmens RES Oesterreich schlägt hohe Wellen
: Nachdem unsere Zeitung am Wochenende über das Rätsel um die Entsorgung der aus Geesthacht abtransportieren Altlasten berichtete, setzte das Kieler Umweltministerium eiligst eine Pressekonferenz an. Nach Plänen von gestern Nachmittag soll dazu morgen eigens ein Staatssekretär des Ministeriums aus Kiel anreisen, um sich vor Ort in Geesthacht ein Bild der Situation zu machen.
Wie berichtet hatte es um den Verbleib der Altlast - immerhin rund 23 000 Tonnen - eine schwer nachvollziehbare Geheimniskrämerei von Seiten des Projektleiters der Stadt gegeben. Stadt und Land teilen sich die Kosten der Sanierung des Geländes am Hafenrand. Eigentlich sollte der Staatssekretär erst am 19. August Geesthacht besuchen. Nun soll sein Besuch vorgezogen werden, um der Öffentlichkeit die bisher geheimen Informationen über den Abfall zu geben.
Nach Informationen unserer Zeitung ist die Abfuhr der Metallspäne vom ersten der beiden RES-Grundstücke an der Steinstraße zur Firma TerraCon an der Hovestraße in Georgswerder nur eine Zwischenlösung. Weil sich trotz vielfältiger Versuche offenbar keine anderen Möglichkeiten für eine Verwertung des Abfalls gefunden hatten, sollen die Späne nun voraussichtlich doch deponiert werden.
Wir werden nach der für Mittwoch geplanten Pressekonferenz ausführlich über den weiteren Verlauf der Entsorgung berichten.


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