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Alle unter einem Dach

Geesthacht. Der Spruch "alle unter einem Dach" gilt für den Dachstuhl, der jüngst auf dem Rohbau hinter dem Oberstadttreff errichtet wurde, in besonderem Maße. Denn auf 70 Quadratmetern soll in dem neuen Gebäude ein "öffentliches Wohnzimmer" entstehen.
So nennt der Leiter des Oberstadttreffs, Thomas Vagedes, den derzeit noch von rohen Wänden umgebenen Mehrgenerationenraum, weil er - wie die "gute Stube" - einen Platz bietet zum Kaffeetrinken, Mittagessen, Diskutieren, Plaudern, Spielen und Entspannen. "Der Raum soll künftig unser Markenzeichen sein und ein Symbol für die freundliche Begegnung", sagt Vagedes.
Bereits vor drei Jahren hatte der 51-Jährige mit den Planungen für das zusätzliche Gebäude hinter dem Oberstadttreff begonnen und sich um eine Förderung beworben. Denn: Typisch für ein Mehrgenerationenhaus sei die Möglichkeit der Begegnung für Menschen jedes Alters. So sieht es auch das Förderungsprogramm der ehemaligen Familienministerin Ursula von der Leyen vor. "Bisher traf man sich bei uns im Foyer. Mit dem neuen Gebäude sind wir nun viel besser ausgestattet", freut sich Vagedes zum Richtfest. Bereits im Juli soll das Haus fertig sein.
Der Bedarf für die zusätzlichen Räume sei allemal da. Schon jetzt beherbergt der Oberstadttreff über 40 Gruppen örtlicher Vereine, Organisationen und Institutionen; und immer wieder gebe es neue Anfragen. 20 000 Besucher kommen im Jahr. Daher gibt es in dem neuen Gebäude auch einen weiteren 35 Quadratmeter großen Gruppen- sowie einen Lagerraum. "Voraussichtlich werden wir in dem neuen Gruppenraum künftig Kinderbetreuung anbieten", so Vagedes. Das stelle sich aber erst in den kommenden Wochen heraus.
Auch das Außengelände des Oberstadttreffs ist erweitert worden. 1000 Quadratmeter stehen jetzt zusätzlich zur Verfügung. "Es wird auf jeden Fall eine großzügige Terrasse geben und wahrscheinlich Spielgeräte für die Kleinen. Alles Weitere findet sich dann", sagt Vagedes.
Wer den Oberstadttreff kennenlernen möchte, besucht zum Beispiel das Café Dialog im Treff. Montags bis donnerstags ist das Café von 9.30 bis 12.30 Uhr und von 14.30 bis 17.30 Uhr geöffnet.
"Mit dem neuen Gebäude sind wir viel besser ausgestattet."

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© Bergedorfer Zeitung 2008