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ReGe stellt Pläne für Elbwiesen vor

Geesthacht(tja). Neues Kapitel zu den Borghorster Elbwiesen: Am 9. März (Beginn: 18 Uhr) stellt die Projektrealisierungsgesellschaft (ReGe) im Rathaus den aktuellen Stand zur Leitdammöffnung an den Elbwiesen vor. Die Information ist öffentlich.
Die Siedlergemeinschaft der Hans-Mayer-Siedlung, die Bäuerliche Notgemeinschaft, zu der sich Landwirte aus Geesthacht, Besenhorst und Escheburg zusammengeschlossen haben, sowie die Bürgerinitiative Escheburg-Voßmoor und Unternehmer laufen weiter Sturm gegen das Projekt. Alle Gegner des Projekts fürchten durch die Maßnahme eine Gefahr durch steigendes Grundwasser.
Zuletzt hatte die ReGe mit ihrem Projektleiter Rolf Semrok an der Spitze im Dezember 2009 ihre Planungen in Geesthacht präsentiert. Danach soll das Gebiet weitaus geringer als früher geplant überflutet werden, zudem ein Sperrwerk bei Hochwasser einen zu starken Anstieg des Wassers verhindern. Festhalten möchte die ReGe aber trotz aller Bedenken an dem umstrittenen Projekt. Es wird als ökologischer Ausgleich für die Erweiterung des Hamburger Airbus-Werksgeländes (Zuschüttung des Mühlenberger Loches) von der Europäischen Union gefordert. Baukosten: bis 30 Millionen Euro.
"Durch die Zerstörung des Leitdeiches droht wieder ein Anstieg des Grundwassers auf Dauer, teilweise bis über Geländeoberkante im Elburstromtal", klagt Peter Biermann aus der Hans-Mayer-Siedlung. Er fürchtet, dass der Wert von Häusern und Grundstücken durch die Dauervernässung sinkt. "Dagegen setzen wir uns mit allen gebotenen rechtsstaatlichen Mitteln zur Wehr." Das hatte bereits einmal Erfolg. Das von 2002 an geplante sogenannte "Life-Projekt" mit demselben Ziel wurde nach massivem Protest aufgegeben.
"Wir halten dieses Projekt für ein unverantwortliches Sicherheitsrisiko", sagt Biermann. Die Ratsversammlung und der Kreistag lehnten die Überflutung der Elbwiesen bereits ab. Doch in Kiel steckt man in der Zwickmühle. Aufgrund der großen Wirkung von Airbus auf das Umland sieht man sich in der Pflicht, Hamburg beim ökologischen Ausgleich zu helfen.
Die Bürgerinitiative (BI) hat einen offenen Brief an den Hamburger Senat geschickt. "Man kann nicht über negative Auswirkungen stillschweigen, nur weil die Betroffenen überwiegend jenseits der Landesgrenze sitzen", schreibt der BI-Sprecher Jean-Jacques Ripoche. Die BI traut der ReGe nicht. Man fürchtet, dass in den nicht-öffentlichen Senatsvorlagen von der Projektgesellschaft lediglich die positiven Effekte der Maßnahme vorgetragen werden.

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© Bergedorfer Zeitung 2008