Räumungsverkauf
Angst vor einer ungewissen Zukunft
Mittwoch, 10. Februar 2010 04:00
Geesthacht(ger). Einen Monat nach der Insolvenz des Einrichtungshauses Hackmack ist die Zukunft des Hauses und der 22 Mitarbeiter weiter unklar.
Derzeit wickelt das Personal den Räumungsverkauf ab, danach droht die Arbeitslosigkeit. "Bislang gibt es keine Bewegung, was die Mitarbeiter angeht", sagte Inhaberin Doris Dankowski gestern gegenüber unserer Zeitung. Es gibt keinen Betriebsrat, der einen Sozialplan aushandeln könnte.
Noch bis voraussichtlich Anfang März läuft der Räumungsverkauf des Traditionshauses, unübersehbar: Lediglich ein einsamer Teppich liegt in der Auslage, die Schaufensterpuppen sind nackt. Nach knapp drei Wochen Ausverkauf wirkt das Kaufhaus wie leer geräumt. "Der größte Teil unserer Waren ist verkauft", sagt Dankowski. Das Kellergeschoss ist bereits abgesperrt. "Derzeit haben wir noch einige Matratzen, Gardinen, Teppiche und Damen-Oberbekleidung im Angebot", so Dankowski. Auf alles wird fünfzig Prozent Rabatt gewährt. So zieht das Fachgeschäft derzeit neben den Stammkunden auch viele Schnäppchenjäger an, die Resonanz ist aber oftmals gleich: "Das Bedauern der Kunden ist groß", sagt eine Verkäuferin, die namentlich nicht genannt werden möchte. "Viele finden es jammerschade, dass wir schließen." Beim Personal, das zum Teil seit vielen Jahren bei Hackmack beschäftigt war, komme noch die Angst vor der ungewissen Zukunft hinzu.
Derzeit bemüht sich Insolvenzverwalter Wolfgang Weber aus Schwarzenbek um eine künftige Nutzung des Gebäudes. Noch ist unklar, ob es eine Nachfolgelösung gibt, oder ob Anfang März die Lichter bei Hackmack endgültig ausgehen.


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