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Stadtwerke attackieren Billiganbieter

Geesthacht (tja). Hände weg vom Stromanbieter "eprimo" aus Neu-Isenburg. Das sagt zumindest Karl-Heinz Siekhaus, Geschäftsführer beim heimischen Konkurrenten Geesthachter Stadtwerke GmbH.
Denn zurzeit wirbt "Der Energiediscounter", wie sich das Tochterunternehmen des Stromriesen RWE bezeichnet, in Anschreiben an Geesthachter Stromkunden für den Wechsel des Anbieters. Grund für die Attacke auf "eprimo": zehn Zeilen Kleingedrucktes. Sie enthalten für die Kunden Tücken. "Eprimo vergleicht seinen Tarif mit dem von E.on Hanse, aber E.on Hanse vertreibt in Geesthacht gar keinen Strom", so Siekhaus.
Dabei haben die Stadtwerke (Strom, Erdgas, Wasser, Wärme - 17 000 Kunden) einen handfesten Trumpf in der Hand: Sie liegen unter dem E.on-Tarif und sind auch noch günstiger als "eprimo". Denn nur durch einen Wechselbonus, den das Unternehmen bis zum Monatsende für neue Verträge in Höhe von 100 Euro gewährt, kommt es zu einer Kostenersparnis. "Allerdings ist der angebotene Preis auch nur bis zum 30. Juni festgeschrieben. Was ab 1. Juli auf die Kunden zukommt, ist völlig unklar", sagt Gesine Dittrich von den Stadtwerken. Deren Tarif ist bis zum Jahresende fest, eine Erhöhung der Preise ist zurzeit nicht geplant, so Siekhaus.
Wie unseriös "eprimo" angeblich werbe, zeige sich schon bei der Beispielsrechnung des im Anschreiben zu den Tarifinformationen genannten "Sparpotenzials" mit 3500 Kilowattstunden Verbrauch. Danach beträgt der Grundversorgungstarif 682,84 Euro. "eprimo" wirbt jedoch mit 824,11 Euro. Ein peinlicher Zahlendreher, denn eigentlich ist "eprimo" in diesem Vergleich mit E.on-Hanse der günstigere Anbieter. "Unsere Preise sind transparent, und wir stehen mit Beratung und Service in unserem Kundenzentrum parat", sagt Siekhaus.

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© Bergedorfer Zeitung 2008