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Johanniter: Mit dem Laser gegen Schmerzen

Geesthacht. Spitzentechnik für das Johanniter-Krankenhaus: Die Ärzte der Gynäkologie können jetzt einen Laserstift einsetzen, der spezielle Behandlungen mit Kaltlicht ermöglicht. "Gerade in der Geburtshilfe ist das sehr hilfreich", erklärt Dr. Klaus von Oertzen, der Chefarzt der Frauenklinik am Runden Berg.
Ilse Timm und ihr Verein "Hilfe für das schwerkranke Kind" konnten den Kauf des Laserstifts dank zahlreicher Spenden ermöglichen. 4400 Euro gab der Verein zu den Gesamtkosten in Höhe von 5000 Euro dazu. "Das Wohl von Kindern und Eltern liegt uns sehr am Herzen, und ich bin sehr froh, dass es solche Geräte für Behandlungen gibt", sagt Ilse Timm.
Der sogenannte therapeutische Laser hilft bei der Heilung wunder Brustwarzen und Geburtsverletzungen im Genitalbereich wie auch an den Narben eines Kaiserschnitts. Die elektrische Leistung ist dabei so gering, dass keine spürbare Erwärmung des Gewebes auftritt. "Die Wirkung ist beachtlich", sagt Sabine Arndt, die sich als Ärztin um die Technik kümmert. Das Lasern lindert Schmerzen, reduziert Schwellungen und regt die körpereigene Abwehr an. Die Behandlungszeit beträgt im Schnitt 15 Minuten.
"Der Laser wird wie ein Stift gehalten und die betroffene Stelle bestrahlt", berichtet Sabine Arndt. Gerade die verbesserte Heilung von Brustwarzen, die beim Stillen wund geworden sind, hat eine große Bedeutung. "Die erste Milch ist wie flüssiges Gold, die braucht das Baby", sagt von Oertzen. "Oft kann der Mutter schon nach der ersten Anwendung ein schmerzfreies Stillen ermöglicht werden", so der Chefarzt. In neun von zehn Fällen soll das möglich sein, so von Oertzen bei der Vorstellung des Lasers.
Die sogenannte Low-Level-Therapie, die das Johanniter-Krankenhaus den Patientinnen künftig anbietet, wird dank des in Österreich bei der Firma Heltschl entwickelten Lasers ermöglicht. Die Therapie gilt bei ordnungsgemäßer Anwendung als frei von Nebenwirkungen.

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© Bergedorfer Zeitung 2008