Konjunktur
Wirtschaftskrise schmälert Gewinn der Stadtwerke
Mittwoch, 2. Dezember 2009 04:00
Geesthacht (ger). Die anhaltende Wirtschaftskrise macht sich bei den Stadtwerken Geesthacht bemerkbar. "Viele Großkunden verbrauchen aufgrund der konjunkturellen Lage weniger Strom und Gas als vor einem Jahr", sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Karl-Heinz Siekhaus.
Derzeit kursierenden Gerüchten, dass die Stadtwerke in eine finanzielle Schieflage geraten sind, widerspricht er dagegen energisch: "Das erwartete Ergebnis für 2009 ist zwar schlechter als in vorangegangenen Jahren, aber unter dem Strich sind wir zufrieden."
Keine Preiserhöhung für Strom und Gas geplant
So werden die Stadtwerke bei einem Umsatz von 43 Mio Euro auch im laufenden Jahr wieder das Defizit der städtischen Bäder von rund 900 000 Euro ausgleichen können und zudem noch einen Gewinn erwirtschaften. "Wir gehen davon aus, dass wir 250 000 Euro an die Stadtkasse überweisen können", so Siekhaus. In den vergangenen Jahren hatten die Stadtwerke zwischen 400 000 und 500 000 Euro ans Rathaus abgeführt. "Aufgrund der schlechten Konjunktur lassen sich die Zahlen aber nicht vergleichen", so Siekhaus.
Doch nicht allein die Wirtschaftskrise lässt die Gewinne schrumpfen. Unmut herrscht auch über Regulierungspolitik des Bundes. "Die Netznutzungsentgelte wurden auf ein Niveau gebracht, das unerträglich ist", so Siekhaus. So müssen die Stadtwerke seit Januar 1,2 Prozent weniger Gebühren für Strom von Fremdanbietern nehmen, der durch das Stadtwerke-Netz geleitet wird. Und auch der harte Wettbewerb macht sich bemerkbar, die Zahl der privaten Stromkunden schwankt um bis zu sieben Prozent; derzeit liegt sie in Geesthacht bei 12 000. Diese müssen sich vor dem Hintergrund zurückgehender Gewinne laut Siekhaus keine Sorgen machen: "Wir haben Strom und Gas für 2010 gut eingekauft, sodass keine Preiserhöhung geplant ist."


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