Übung
Für Großbrand gerüstet
Montag, 16. März 2009 03:40
Wiershop (tja). Gleich zwei Mal innerhalb von 22 Stunden mussten die Feuerwehrleute aus Wiershop, Hamwarde und Gülzow ausrücken.
Am Sonnabend gegen 16.40 Uhr zu einem unbeaufsichtigten Feuer in einem Wald bei Wiershop und am Freitag gegen 19 Uhr zu einer großen Einsatzübung auf dem 55 Hektar umfassenden Gelände des Abfallwirtschaftszentrums (AWZ) der Buhck-Gruppe am Rappenberg.
Während das Feuer im Wald schnell gelöscht war, übten die ehrenamtlichen Retter zwei Stunden lang im AWZ den Ernstfall. Mit sechs Fahrzeugen waren 40 Feuerwehrleute in Wiershop angerückt. Unter den wachsamen Augen von Amtswehrführer Ralf Kreutner aus Börnsen und Andreas Strache, dem Betriebsleiter des AWZ, testeten sie den Ernstfall. Angenommene Lage: eine Verpuffung in einer Werkstatthalle. Die Buhck-Mitarbeiter Detlef Trilk und Volker Peters, die in den Wehren in Wiershop und Hamwarde aktiv sind, hatten die Übung ausgearbeitet. Dazu war die Werkstatthalle eigens mit Theaternebel verqualmt worden. Für das Deutsche Rote Kreuz aus Geesthacht wurden "Vermisste" und "Verletzte" im Gebäude platziert.
"Wir wollten mit dieser Übung den beteiligten Wehren die Möglichkeit geben, ihre Ortskenntnisse zu verbessern. Von schneller Hilfe würden wir bei einem echten Brand ja profitieren", sagte Strache. Im AWZ gibt es jetzt eine neue Leitung zur Versorgung mit Löschwasser. Die Feuerwehrleute müssen an Löschteichen nur noch Wasser in die Leitung pumpen und können es dann auf dem Gelände abnehmen. Theoretisch zumindest. "Das hat leider nicht so funktioniert. Wir haben aber einige Verbesserungsvorschläge, und dann ist das eine tolle Sache", sagte Kreutner.
Mehr als 130 Mitarbeiter arbeiten im AWZ und kümmern sich um die Entsorgung und das Recycling von Abfällen.


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