18.02.12

Heuweg

Annington mahnt Mieter ab

Geesthacht. Die Annington-Saga geht weiter: Nachdem in der Wohnsiedlung Heuweg/Biesdorferstraße über Wochen immer wieder die Heizung und das Warmwasser ausgefallen waren, fischten einige Mieter am Freitagmorgen nun auch noch ein Schreiben der Deutschen Wohninkasso GmbH aus dem Briefkasten, in dem ihnen ein Inkassoverfahren angedroht wird. Von Anne Passow

Was war passiert? "Weil wir immer wieder ohne Heizung und warmes Wasser dastanden, haben wir für den Monat Februar nur die Kaltmiete überwiesen", erklärt Arne Struve, der mit seiner Frau und drei Kindern in einer Annington-Wohnung am Heuweg wohnt und nach Wochen des Frierens seit Kurzem wieder Heizung und Warmwasser hat. Wie viele seiner Nachbarn, wies Struve die Annington in einem Brief darauf hin, warum er statt 686,50 nur noch 399 Euro überwies. "Es kann nicht sein, dass hier tagelang die Heizung und Warmwasser ausfallen. Unsere Tapeten haben sich von den Wänden gelöst. Meine Frau und meine sieben Monate alte Tochter haben sich ernsthaft erkältet. Wir werden pausenlos vertröstet und es passiert einfach nichts", fasst er seinen Frust zusammen.

Die Deutsche Annington macht keinen Hehl daraus, dass sie ihr Tochterunternehmen, die Deutsche Wohninkasso GmbH, damit beauftragt hat, die Inkassoandrohungen rauszuschicken. "In der Wohnsiedlung gibt es teilweise Mietrückstände, die nicht aus der Zeit sind, in denen die Heizungen ausgefallen sind", sagt Jürgen Frech von der Deutschen Annington, gibt jedoch zu, dass die Schreiben auch an Mieter verschickt wurden, die wegen der ausgefallenen Heizung ihre Miete gemindert hatten. Wahrscheinlich hätten sich die Schreiben der Mieter an die Annington und die Schreiben der Deutschen Wohninkasso zeitlich überschnitten, so Frech. "In diesen Fällen können die Mieter das Schreiben als gegenstandslos betrachten."

Ist das ein Trost für Arne Struve? "Das ist schon mal ein erster Schritt", sagt er. "Ich bin aber skeptisch, ob von jetzt an alles gut läuft."

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