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Kälte führt zu mehr Arbeitslosen

Geesthacht (ger). Mit klirrendem Frost meldete sich der Winter Ende Januar zurück - auf dem Arbeitsmarkt machte sich die Kälte mit einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit bemerkbar.
"Wir haben in den vergangenen Tagen gerade aus den Bau- und Außenberufen viele Neumeldungen bekommen. Auffällig ist, dass zwei Drittel der Arbeitslosmeldungen von Männern kommen", sagt Stefan Schröder, Sprecher der auch für Geesthacht zuständigen Agentur für Arbeit in Bad Oldesloe. In der Geschäftsstelle Geesthacht - zu der auch Lauenburg und Schwarzenbek zählen - ist die Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar um 282 auf 3462 Personen gestiegen. Die Quote liegt bei 7,4 Prozent - ein Plus von 0,6 Prozentpunkten gegenüber dem Dezember. "Der Anstieg klingt stärker als er ist. Die Zahl der Arbeitslosen ist immer noch die niedrigste im Januar seit dem Jahr 2000", sagt Schröder.
Ein weiterer Grund neben den frostigen Temperaturen, die gerade auf dem Bau für Arbeitspausen sorgen, ist das Auslaufen von Verträgen. "Das ist typisch für den Monat Januar. Denn mit dem Jahresende laufen üblicherweise viele befristete Arbeitsverträge aus und enden viele Kündigungsfristen", so Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe. Darüber hinaus seien keine Anzeichen für weitere negative Entwicklungen zu erkennen. "Wir erwarten viel Positives vom Arbeitsmarkt in diesem Jahr", sagt Schröder. Vorraussetzung sei allerdings, dass sich die Euro-Krise weiterhin kaum auf Deutschland auswirke.

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