Feuerwehr
Retter löschen überhitzten Kamin in letzter Minute
Mittwoch, 1. Februar 2012 04:00
Geesthacht (tja). Bange Minuten des Wartens erlebte eine Familie am Montagabend im Neubaugebiet Finkenweg-Ost. Die Verschalung ihres Wandkamins hatte Feuer gefangen, die Wandfarbe färbte sich bereits schwarz.
Da das Einfamilienhaus am Helga-Weiße-Weg in Holzständerbauweise errichtet wurde, bestand höchste Brandgefahr. Doch bis die herbeigerufenen Retter eintrafen, dauerte es gut zehn Minuten - und das, obwohl die Feuerwehrleute gerade nach einem Einsatz in der Wache bereitstanden und sofort ausrücken konnten. So müssen bei einem normalen Einsatz weitere vier Minuten Alarmierungszeit zugerechnet werden.
Das Feuer hat damit praktisch belegt, was der neue Brandschutzbedarfsplan der Stadt schon im Herbst 2011 theoretisch aufgezeigt hatte: Die Feuerwehr schafft es im Notfall nicht, ausreichend schnell ins Neubauviertel am Stadtrand zu fahren. Abhilfe könnte ein zweiter Standort der Wehr schaffen, der beim Betriebshof an der Mercatorstraße mit wenig Aufwand realisiert werden könnte und weite Teile der Stadt besser schützt. Denn eigentlich dürfen vom Notruf bis zum Eintreffen am Einsatzort nur zehn Minuten vergehen, um bei einem Wohnungsbrand noch Rettungschancen für durch Feuer und Rauch gefährdete Menschen annehmen zu können.
Trotz der langen Anfahrt: Am Helga-Weiße-Weg ging der Einsatz diesmal glimpflich aus. Die Bewohner brachten ihre Kinder bei Nachbarn in Sicherheit, räumten dann das Holz aus dem Ofen und Möbel zur Seite. Als die Retter eintrafen, öffneten Feuerwehrleute die Wand am Ofen und entdecken dort extrem heiße Stellen. Eine Brandausbreitung konnten sie gerade noch stoppen. Die Ursache für die Hitzeentwicklung am Kamin ist unklar.


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