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Das Vorzeigeprojekt ist auf dem Weg

Bergedorf. Erst eine Woche ist er im Amt - und musste sich in diesen wenigen Tagen bereits einige Kritik gefallen lassen. Da wollte Ian Karan, neuer Wirtschaftssenator der Stadt Hamburg, sich wohl nicht auch noch anhören müssen, unpünktlich gewesen zu sein:
Eine Viertelstunde vor Termin entstieg Karan gestern in Bergedorf seiner Dienstlimousine. Es war sein erster Besuch als Senator im östlichsten Hamburger Bezirk. Privat war er schon öfter hier: "Ich kenne den ehemaligen Inhaber vom Tschako", verriet er, zudem habe er Freunde in Aumühle und Reinbek.
Der Anlass des Besuchs war erfreulich: Mit dem Laser Zentrum Nord (LZN) wurde am Schleusengraben, direkt neben dem Beachclub, der Grundstein für ein Vorzeigeprojekt der Technischen Universität Harburg und der Körber AG gelegt. In dem Zentrum sollen neue Lasertechnologien erforscht und entwickelt werden - eine Perfektionierung bei der Herstellung etlicher Produkte erhofft sich nicht zuletzt das Körber-Unternehmen Hauni.
Die Körber AG ist mit zwei Millionen Euro an dem Zukunftsprojekt beteiligt. 13 Millionen Euro kommen aus Konjunkturmitteln der Stadt, weitere sechs Millionen von Firmen, die im Laser Zentrum eigene Fertigungstechniken fortentwickeln wollen. Schon in einem Jahr soll das Zentrum in Betrieb gehen, 35 Menschen werden dort arbeiten.
Die Branche ist zukunftsträchtig, die Ansiedlung des LZN war entsprechend begehrt: "Eine Reihe Hamburger Bezirke haben sich beworben", sagte Claus Emmelmann, Geschäftsführer des LZN. Bergedorf bestach jedoch durch seine Nähe zur Hauni und das Engagement von Politik und Bezirksamt für das Projekt inmitten der "Schleusengärten".
Das LZN werde "innovative Impulse für die Hamburger und norddeutschen Unternehmen bewirken und damit ihre Konkurrenzfähigkeit stärken", zeigte sich auch Wirtschaftssenator Ian Karan überzeugt. Zugleich nutzte der 71-jährige Bundesverdienstkreuzträger den Anlass für persönliche Worte. Dass er in den Medien vom angesehenen Mäzen zum "bösartigen Typen" geworden sei, sei "schwierig für ihn", bekannte er. "Da ist es kein Wunder, dass nicht viele Unternehmer in die Politik einsteigen."

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