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Bergedorfs rechte Szene schlummert

Es ist ruhig geworden um die rechte Szene in Bergedorf. Mit Ausnahme eines Info-Tisches auf dem Lohbrügger Wochenmarkt im Februar sowie dem Verteilen von Flugblätter im Juni ist sie 2010 nicht in Erscheinung getreten. Das gilt sowohl für den Bergedorfer NPD-Kreisverband als auch die nach wie vor hier lebenden Neonazis, bestätigte das Hamburger Landesamt für Verfassungsschutz gestern auf Anfrage unserer Zeitung.
"Bergedorf ist keine Hochburg der rechten Szene mehr", sind sich die Experten sicher, die bis in die 90er-Jahre noch sehr aktive Gruppen vor allem in Lohbrügge registriert hatten. Selbst den Bau der Moschee 2008 am CCB-Fachmarktzentrum konnten sie nicht zur Werbung neuer Mitglieder nutzen. Der Tod des Hamburger NPD-Chefs und stellvertretenden Bundesvorsitzenden Jürgen Rieger vor knapp einem Jahr versetzte der Szene dann noch einen weiteren herben Schlag. "Es gibt kein präsentes Gesicht in der Öffentlichkeit mehr. Die Funktionäre halten sich heute alle zurück, um ihre bürgerliche Existenz nicht zu gefährden", heißt es vom Verfassungsschutz. Das lasse die Zahl der NPD-Sympathisanten bröckeln.

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© Bergedorfer Zeitung 2008