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Gleiches Maß für Radler und Autofahrer

Bergedorf (cr/stri). Einen Euro pro Tag sollen am ZOB künftig all jene zahlen, die ihr Rad im ab Herbst geöffneten Fahrradparkhaus abstellen. Dass Autofahrer hingegen im nahe gelegenen P+R-Parkhaus mit gültigem Fahrausweis keinen Cent zahlen müssen, lässt den Bezirkspolitikern keine Ruhe:
Sie beschlossen jetzt einstimmig auf GAL-Antrag, dass das Bezirksamt mit HVV, P+R-Betriebsgesellschaft und Behörde über ein kostenloses Angebot für Radler verhandelt.
Dass das vom Beschäftigungsträger Hamburger Arbeit betriebene Fahrradparkhaus und das P+R-Haus nicht vergleichbar sind, ist der Politik bewusst: "Sie werden aus ganz verschiedenen Investitionsmitteln und Töpfen finanziert", stellt Norbert Fleige (GAL) fest. Doch aus Kundensicht sei "das kein Kriterium, das rechtfertigt, Radler zahlen zu lassen, Autofahrer nicht".
Schon vor dem ZOB-Neubau hätten Zählungen an einem Tag 330 geparkte Räder am ZOB ergeben. Um zum vermeiden, dass diese und noch mehr Räder künftig "womöglich auf dem neuen ZOB stehen" gelte es, den Radlern ein "attraktives Angebot zu machen". Die Ergebnisse der Prüfung sollen im Verkehrsausschuss vorgestellt werden.
Ein solches Angebot würde auch Stefan Clotz interessieren, der bei der Beschäftigungsgesellschaft Hamburger Arbeit das Projekt leitet: "Auch in Münster, Osnabrück und Bonn, wo es vom ADFC qualifizierte Fahrradparkhäuser gibt, geht es nicht kostenlos. Schließlich müssen Personal und Technik berechnet werden." Mit der reinen Überwachung der Räder sei kein Betrieb möglich: "Hätte die Ausschreibung nicht auch eine Werkstatt und den Verkauf von Fahrrad-Zubehör verlangt, hätten wir uns gar nicht erst beworben."

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