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Bergedorf wird Standort für Forschung und Entwicklung

Bergedorf (he). Die Gründungsarbeiten für das Laser Zentrum Nord schreiten voran.
Gut 120 mit Stahl armierte Pfähle werden derzeit am Schleusengraben in den weichen Untergrund getrieben. Wo derzeit Mischer anrollen, Bauarbeiter einen großen Bohrer von oben mit immer neuem Beton füllen, sollen in gut einem Jahr Wissenschaftler und Techniker ins LZN ziehen.
Die Grundsteinlegung für das 20-Millionen-Euro-Projekt ist für den 1. September geplant. 13 Monate später soll das LZN in gut 4500 Quadratmeter großen Hallen bereits in Betrieb gehen. "Die Zahlen sind gut, wir liegen schon über denen, die wir fürs gesamte Jahr 2010 geplant haben", sagt Prof. Claus Emmelmann, Leiter des Instituts für Laser- und Anlagensystemtechnik an der Technischen Universität Harburg. Emmelmann ist zugleich Geschäftsführer des LZN. Der Laser-Experte bringt viel Erfahrung aus der Privatwirtschaft mit, hat bereits in leitender Funktion bei einem der größten deutschen Laser-Hersteller gearbeitet (Rofin Sinar 1400 Angestellte).
"Wir müssen ein wenig auf die Bremse treten, wir haben schon 30 der für 2011 geplanten 35 Mitarbeiter an Bord." Solche Luxusprobleme werden nur noch von der Zahl potenzieller Auftraggeber übertroffen, die sich maßgeschneiderte, auf Laser gestützte Produktionsverfahren entwickeln lassen möchten, für Schiff- und Flugzeugbau ebenso wie für Zahnprothesen. Emmelmann: "Die Lehre bleibt an der TU Harburg; Forschung und Entwicklung wollen wir aber weitgehend in Bergedorf zusammenführen."

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© Bergedorfer Zeitung 2008